Freude ?ber gesunde Besucher der Bad Emser DRK-Rettungswache

thumb_1a-111210drk1BAD EMS. (12. Dezember 2010) Vor den Toren des DRK-Rettungsdienstes Rhein-Lahn-Westerwald in Bad Ems leuchtete gestern Abend der Herrnhuter Stern an der vorerst letzten Station des lebendigen Adventskalenders. Christian Elbert von der Rettungswache Bad Ems folgte dem Gesang der vielen Besucher „Eine Tür geht auf“ und ermöglichte einen sehr interessanten Einblick in Alltag und Advent der segensreichen Ersthelfer.

Christian Elbert zeigte sich ebenso überrascht wie erfreut, Gastgeber für ein etwas anderes Publikum als im normalen Alltagsleben zu sein. „Normalerweise entsteht für uns der Kontakt zu den Menschen erst dann, wenn es ihnen so richtig schlecht geht“. Der Rettungsdienst werde oftmals mit dem Katastrophenschutz oder dem DRK-Ortsverband verwechselt, es handele sich aber um eine eigenständige Organisation, die im Auftrag der Kreisverwaltung tätig ist und bei der nur hauptamtliche Kollegen beschäftigt sind.

thumb_1a-111210drk2Seit drei Jahren werden neben den Gemeinden der Verbandsgemeinde Bad Ems auch die Augst-Gemeinden von Bad Ems aus betreut. Dazu kommen bei Bedarf Einsätze in Nassau, Lahnstein oder anderen Gemeinden am Rhein. „Inklusive Schuhe anziehen sind wir in 16 Minuten in Kestert“, so Elbert. Es war zu erfahren, dass über die Rettungsleitstelle in Montabaur etwa 125.000 Einsätze pro Jahr organisiert werden. Hierbei handelt es sich um die drittgrößte Flächenleitstelle Deutschlands.

Die Leitstelle sei nicht nur für die Besucher des lebendigen Adventskalenders weihnachtlich dekoriert. Es sei für ihn und seine Kollegen keine Pflichtübung, sondern eine Handlung aus innerer Überzeugung heraus. Er und seine Kollegen beantworteten bereitwillig die vielen Fragen der Besucher. So wies er darauf hin, dass sich Hausunfälle zum Beispiel durch das Schmücken des häuslichen Weihnachtsbaumes häufen. „Jede Jahreszeit hat seine Besonderheit“.

Interessant war unter anderem der Blick in einen Rettungswagen sowie dessen moderne Ausstattung. Elbert zeigte ein lebensrettendes AID-Gerät, das bei Herzinfarkten auch von Laien angewandt werden kann. Derartige Geräte sind mittlerweile in vielen Einrichtungen verfügbar. Nach dem Lied „Tragt in die Welt nun ein Licht“ zitierte Pfarrer i.R. Werner Sowitzki den Kabarettisten und überzeugten Christen Hans-Dieter Hüsch mit einer Kurzgeschichte: „Lachen und Weinen halten den Menschen am Leben“.

Bei Glühwein und weihnachtlichen Leckereien resümierten die Gäste, dass sich heute wieder einmal eine interessante Tür auftat und bisher Unbekanntes erfahren wurde. Siegfried Preuß

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