BURGSCHWALBACH. Hunderte Burgschwalbacher waren beim Gemeindefest zugunsten der Dachsanierung an der evangelischen Kirche auf den Beinen. Zum Fest selbst brauchten die Besucher kein Dach – die Sonne schien den ganzen Tag über in Burgschwalbach. Unter der Kirche tummelten sich jung und alt während eines unterhaltsamen Programms mit dem Motto „Wir brauchen ein Dach“. Schon der gut besuchte ökumenische Gottesdienst machte deutlich, dass die Burgschwalbacher an einem Strang ziehen, wenn es gilt.
Eine „Bewegung, die uns alle staunen macht“, wünschte sich Gemeindepfarrerin Melanie Schneider, als sie in ihrer Predigt darüber sprach, wie wichtig „ein Dach“ sowohl für eine Dorfgemeinschaft als auch die ganze Welt sein kann. „Ich hoffe, dass sich eine Menge bewegt, unter dem Dach Gottes ist vieles möglich“, so Schneider.
Sie erklärte den vielfachen Nutzen, den ein Dach auch im übertragenen Sinn für die Menschen hat, der Schutz vor dem Wetter, die Geborgenheit, die es schenkt, und die Verpflichtung, die Christen haben, andere unter ihrem Dach aufzunehmen, die keins haben. Und mit Rücksicht sollten sich die Menschen auch unter dem Dach Gottes begegnen. „Da ist Platz für jeden“, so die Pfarrerin, für Kranke und Gesunde, Große und Kleine. Letztere aus der Kindertagesstätte wirkten auch mit einem Lied beim Gottesdienst mit. Schwungvoll präsentierte sich anschließend die Kindertanzgruppe.
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ur musikalischen Unterhaltung trugen auch die Palmbachtaler bei sowie der Frauenchor Burgschwalbach. Für die kleinen Festgäste hatte die evangelische Kindertagesstätte eine Reihe kreativer Beschäftigungen anzubieten. Viele gute Wünsche wurden der Kirchengemeinde beim Gemeindefest für ihr Vorhaben mit auf den Weg gegeben. Dekan Hans-Otto Rether, TuS-Vorsitzender Karl-Heinz Funk, der Vorsitzende der Initiative zur Erhaltung einer intakten Umwelt, Harry Rollig, Katja Detjen-Müller und Anja Dietrich für den Kindergarten-Elternausschuss, Frank Puchtler (MdL) und Bürgermeister Volker Satony kamen nicht mit leeren Händen zum Fest und hofften auf eine sichere Renovierung des Kirchdachs, für das die Kirchengemeinde selbst 100000 Euro aufbringen muss.
Ein Anfang wurde mit Gottesdienst und Gemeindefest gemacht. Am Nachmittag mussten die Besucher schätzen, wie viel Geld in der von Hermann Ohlemacher gefertigten Plexiglaskirche schon zusammengekommen ist. 2152,78 Euro waren es genau. Wer am nächsten dran lag, konnte einen von acht attraktiven Preisen gewinnen, die von Sponsoren zur Verfügung gestellt worden waren. Melanie Schneider dankte im Namen des Kirchenvorstandes allen, die sich für das Fest und die Dachsanierung bislang schon engagiert hatten und hoffte, dass die Spendenfreude anhält.
Vorgestellt wurde beim Gemeindefest auch eine Dokumentation über die notwendigen Renovierungsarbeiten an Turmhelm und Kirchendach, die beim Pfarramt erhältlich ist. (bcm)
