Adventskalender in Nast?tten animiert zu fairem Handeln

thumb_10-a-0212-einewelt1NASTÄTTEN/RHEIN-LAHN. (3.Dezember 2009) „Eine Tür geht auf“ hallte es pünktlich um 17.09 Uhr durch die Römerstraße in Nastätten, als der lebendige Adventskalender an seiner zweiten Station, dem Eine-Welt-Laden, Halt machte. Viele Besucher waren gekommen, um Wissenswertes über die 1986 gegründete Arbeitsgemeinschaft „Eine Welt“ zu erfahren und das Angebot in den vor sechs Jahren angemieteten Räumen kennen zu lernen.

thumb_10-a-0212-einewelt2Anke Bodenbach vom Verein „Eine Welt“ empfing die Besucher mit der Gitarre als Begleiterin der Adventslieder und mit zahlreichen Informationen zu Hintergründen und Zielen des Ladens. 45 Mitglieder hat der Verein, 20 Personen sorgen ehrenamtlich für den Verkauf, Organisation, Werbung und Dekorationen. Mit dem Einzug in der Römerstraße ist auch eine Kooperation mit den Werkstätten für Behinderte der Langauer Mühle der Heime Scheuern verbunden. „Eine Zusammenarbeit, die bestens klappt“, so Bodenbach.

Sie machte auf die globalen Zusammenhänge des Wirtschaftens aufmerksam und warb für einen fairen, nachhaltigen und transparenten Handel. „Sie wissen wie schnell sich die Welt – auch im Advent – dreht.“ Viele Menschen müssten sparen, weshalb oft das Billige mit dem Besseren verwechselt werde. Doch dabei deckt der Preis nicht mehr die Kosten der Erzeuger, die Zusammenhänge zwischen Produktion und der Ware in den Regalen sind dem Verbraucher alles andere als bewusst. Bodenbach: „Es ist nicht das Bessere, Menschen und Umwelt leiden darunter.“ Die Idee des Eine-Welt-Ladens sei sicher kein Allheilmittel, „aber es setzt ein Zeichen, dass es auch anders geht“.

Im Laden selbst warben Doris Breidenbach und Inge Wagner mit kurzen Erzählungen für Ruhe- zwischen den Arbeitsphasen, damit Zeit nicht zum Tyrann sondern zu einer Einladung zur Dankbarkeit wird, in der neue Ideen und Lösungen für manches Alltagsproblem gefunden werden können. Das Lied „Ein Licht geht uns auf“, das die Kalenderbesucher anstimmten, war dabei durchaus im doppelten Sinne zu verstehen.

Bevor die Eine-Welt-Kräfte die Besucher mit Drei-Frucht-Saft der Heime Scheuern und selbst gebackenem Apfelbrot verwöhnten, machte Matthias Metzmacher, Pfarrer für gesellschaftliche Verantwortung der evangelischen Kirche Rhein-Lahn, auf die Spendenaktion des Adventskalenders für bedürftige Kinder und Jugendliche aufmerksam, mit dem ein „Licht gegen Benachteiligung“ in der Region gesetzt werden könne. Dabei erwerben die Bürger im Schreib- und Spielwarenladen Gasteyer einen Gutschein für 15 Euro erwerben, der vom Inhaber auf 20 Euro aufgestockt wird. Ihn reicht die Tafel des Diakonischen Werkes dann an benachteiligte Familien weiter, die etwa auf Hartz-IV-Gelder angewiesen sind. Bernd-Christoph Matern

Mehr Informationen zum Adventskalender finden Sie hier.

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