NASTÄTTEN/RHEIN-LAHN. (26. Oktober 2015) Um die Ökumene geht es diesmal beim Reformationsgottesdienst des evangelische Dekanats St. Goarshausen am Samstag, 31. Oktober um 19 Uhr in Nastätten. Gastprediger in der evangelischen St. Salvatorkirche ist der Krankenhaus- und Gefängnisseelsorger Klaus Hamburger, ehemals Bruder der Gemeinschaft von Taizé in der Nähe des französischen Cluny.
Als Frère Wolfgang gehörte Hamburger bis 2011 rund 35 Jahre der Bruderschaft von Taizé an, kümmerte sich unter anderem um das Erscheinungsbild der Gemeinschaft in Burgund und übersetzte die Texte dessen Priors Frère Roger ins Deutsche. In diesem Jahr hat er ein Buch über den Taizé-Gründer veröffentlicht: „Danke, Frère Roger“.
Die Bruderschaft gilt als gelebte Ökumene; die ersten Männer, die dort 1949 ihr Gelübde ablegten, waren evangelisch. Schon vor dem Zweiten Weltkrieg hatte Frère Roger in Taizé Flüchtlinge vor der Verfolgung von Nazis aufgenommen. Taizé sollte zu einem Ort des Gebets und der Aussöhnung zwischen christlichen Gruppen werden. Taizé ist auch bei der europäischen Jugend sehr beliebt.
Tausende treffen sich dort jedes Jahr zum Austausch. Auch an diesen Treffen war der Prediger des Reformationstages maßgeblich beteiligt. Schlagzeilen machte Hamburger als Autor zuletzt, als er Uli Hoeneß riet, seinen Aufenthalt im Gefängnis als eine Zeit der Chance zu begreifen.
Beim Reformationsgottesdienst in Nastätten, der musikalisch unter der Leitung von Dekanatskantor Markus Ziegler steht, geht es um einen ökumenischen Weg, der den Focus auf das Christsein richtet.
