NASSAU/RHEIN-LAHN. (6.Dezember 2010) „Wasser ist Leben“ steht in dicken Buchstaben auf einem Flugblatt, mit dem der Arbeitskreis Mabira jetzt um Unterstützung für ein Wassertank-Projekt in Tansania wirbt. In dem Partnerdistrikt des evangelischen Dekanates Nassau existiert noch kein eigenes Wasserversorgungsnetz. Der Bau der Tanks wird zirka 20.000 Euro kosten.
Viele Stunden sind vor allem Frauen und Kinder bis zu zehn Kilometer weit am Tag unterwegs, um Wasser in Kanistern und Krügen zum Kochen, Trinken und Waschen in ihre Hütten zu transportieren. „Das ist Zeit, die etwa für die Arbeit auf dem Feld fehlt“, erklärt der Vorsitzende des Arbeitskreises Berthold Krebs aus Geisig. Erschwerend komme hinzu, dass sich die Menschen oft aus Tümpeln und Teichen bedienen, die gleichzeitig als Viehtränke dienen. „Da wundert nicht, dass dieses Wasser nicht sauber ist.“
Die zunächst vier Wassertanks, die jetzt mit Eigenleistungen der Menschen in Mabira und finanzieller Hilfe des Dekanats Nassau gebaut werden sollen, stellen deshalb eine große Erleichterung und wichtige Hilfe im Ausbau der Infrastruktur dar. So kann in den aus Beton gebauten Tanks, die es bereits in Ibamba und Kishanda gibt, Regenwasser von großen Dachflächen an Kirchen, Schulen und Häusern gesammelt werden. „Außerdem ist dieses Wasser zwar auch nicht keimfrei, aber zumindest sauberer als das aus Tümpeln und Bächen“, erklärt Krebs.
Trotz des Engagements vor Ort und im Dekanat Nassau reichen die Mittel für den mit rund 20.000 Euro veranschlagten Bau der Tanks nicht aus. Für die Hälfte der Kosten rechnet der Arbeitskreis mit einem Zuschuss des evangelischen Entwicklungsdienstes (eed). „Wir sind deshalb auf weitere Spenden für das Projekt unbedingt angewiesen“, sagt Krebs. Das farbige Flugblatt soll dazu beitragen, möglichst viele Menschen auf die Problematik im Partnerdistrikt aufmerksam zu machen, „damit deren Spenden ein kleines Stück zu einer gerechteren Welt beitragen“, sagte der Arbeitskreis-Vorsitzende, als er die Flyer jetzt von der Werbeagentur Kohn in Nassau entgegennahm, die uneigennützig die Gestaltung des Blattes übernommen hatte. Bernd-Christoph Matern
Den Flyer für das Projekt finden Sie hier.
Wer das Projekt unterstützen möchte, kann auf folgendes Konto spenden:
Nassauische Sparkasse, Bankleitzahl 510 500 15, Konto 563 006 722, Stichwort „Wassertank-Projekt“.
Bildunterzeile:
Hans-Peter Kohn überreichte Berthold Krebs und Dietmar Menze (von rechts) vom Arbeitskreis Mabira die frisch gedruckten Flugblätter, mit denen jetzt um Spenden für den Bau von Wassertanks im afrikanischen Partner-Distrikt des evangelischen Dekanats Nassau geworben wird.
