BAD EMS/NASTÄTTEN. (20.Dezember 2010) Die lebendigen Adventskalender der evangelischen und der katholischen Kirchengemeinden in Bad Ems und Nastätten erfreuten sich in diesem Jahr wieder großer Beliebtheit. Über eine positive Resonanz freuten sich die Organisationsteams beider Städte. Neben Türen zu interessanten Orten öffneten die Kalender auch die Herzen ihrer Besucher, die für bedürftige Kinder spendeten und ihnen damit einen Weihnachtswunsch erfüllten. In beiden Städten scheint eine Fortsetzung im kommenden Jahr so gut wie sicher.
NASTÄTTEN. Der „lebendige Adventskalender“, eine gemeinsame Aktion der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde in Nastätten, öffnete an zwölf Abenden im Advent jeweils zwölf Türen zu interessanten Orten in der Bienenstadt.
Jeden Tag durften die Besucher unter dem Herrnhuter Stern jeweils um 17.10 Uhr (im kommenden Jahr dann um 17.11 Uhr) hinter Türen schauen, in denen Menschen in unterschiedlichsten Lebensbereichen tätig sind. Gastgeber waren ein Kindergarten, in dem die Kleinsten betreut werden, in einer Schule, in der die größeren Kinder ihren Weg finden, in Geschäften und Unternehmen, in denen Menschen beruflich tätig sind, und im Pflegeheim Paulinenstift, in dem Menschen im Alter ein neues Heim gefunden haben. Auch die katholische und die evangelische Kirche, Orte des Glaubens, die ganze Leben tragen, gehörten zu den Stationen.
Am letzten Abend lauschten die Besucher zwar nicht „Ochs und Esel“ wie in der bekannten Weihnachtsgeschichte erzählt wird, wohl aber die Kühe des Naturlandhofs von Manfred Singhof den frohen Klängen, die in ihrem weihnachtlich geschmückten Stall zu hören waren. Verknüpft war der Adventskalender mit einer Gutscheinaktion, die der Nastätter Tafel zu Gute kommt. Gutscheine im Wert von 20 Euro (jeweils um 5 Euro vom Geschäftsinhaber aufgestockt) werden an bedürftige Familien mit Kindern weitergereicht, die diese im Schreib- und Spielwarengeschäft Gasteyer einlösen können.
Das Vorbereitungsteam war mit dem besonderen Kalender im Advent durchweg zufrieden, so dass es im kommenden Jahr eine Neuauflage geben soll. Sein Dank galt zum Abschlussgottesdienst allen, die mitgewirkt haben, Gastgebern, die bereit waren, ihre Tür zu öffnen, sowie den Besuchern, die sich die Zeit genommen haben, für eine halbe Stunde hinter eine für sie zum Teil bislang fremde Tür zu schauen. Sibylle Klamp
BAD EMS. In der Zeit zwischen dem 27. November und dem 12. Dezember 2010 öffnete sich den Besuchern in Bad Ems jeden Tag eine andere Tür an einem interessanten Ort. Für jeweils etwa 30 Minuten wurden Einblicke in die Lebens-,
Freizeit- und Arbeitswelt der Menschen gewährt, die hier in Einrichtungen, Geschäften und Behörden arbeiten. Besinnliches, Fröhliches, Nachdenkliches und Musikalisches erwarteten die Besucher im Licht des Herrnhuther Sterns an insgesamt 16 Stationen.
Die bunte Mischung von Orten und Institutionen der erstmals gemeinsam von der evangelischen und der katholischen Kirchengemeinde durchgeführten Aktion sprach gleichermaßen Alteingesessene und Neubürger, junge Familien wie auch ältere Menschen an. Es gab keinen Ort, an dem die Besucher nicht etwas Neues, bisher Unbekanntes, erfahren konnten. Auch die Gastgeber freuten sich über den Besuch der etwas anderen Gruppe und die große Resonanz.
Mitgeführt an jedem Besuchen wurde auch ein „Wünschekranz“. Hier hatten Kinder, deren Eltern von der Emser Tafel unterstützt werden, in anonymisierter Form einen kleinen Wunsch notiert. Die Teilnehmer des „lebendigen Advents“ hatten dann die Gelegenheit, einen Stern dem Wünschekranz zu entnehmen und den Wunsch zu erfüllen. Da es nicht jedem Besucher möglich war, den Wunsch selbst zu erfüllen, standen „Paten“ bereit, die die Geschenke in deren Auftrag besorgten. Insgesamt konnten so 61 Kinderwünsche erfüllt werden.
Während des Abschlussgottesdienstes in der Kaiser-Wilhelm-Kirche wurden die Geschenke von Vertretern der beiden großen christlichen Kirchen „treuhänderisch“ an ehrenamtliche Mitarbeiter der „Emser Tafel“ übergeben. Die vielen Spender sorgten somit für eine zusätzliche Freude der Kinder am Heiligen Abend. Siegfried Preuß
