Adventskalender2009 finden in Bad Ems und Nast?tten positive Resonanz

thumb_10-121209voemelhausthumb_10-091209kinoakBAD EMS/NASTÄTTEN. (21.Dezember) Guten Zuspruch erfuhren die lebendigen Adventskalender, zu denen das Pfarramt für gesellschaftliche Verantwortung der evangelischen Kirche Rhein-Lahn sowie die Kirchengemeinden Bad Ems und Nastätten eingeladen hatten. Für 30 Minuten öffneten sich in beiden Städten in den ersten beiden Dezemberwochen jeden Tag interessante Orte, an denen sich Vereine, Firmen und Einrichtungen präsentierten, Lieder gesungen und auf den Sinn des Advents aufmerksam gemacht wurden.

Die Teilnehmerzahl schwankte an den Abenden zwischen 20 und 100 Besuchern. Auch die Gastgeber seien von der Resonanz positiv überrascht gewesen, erklärt der Pfarrer für gesellschaftliche Verantwortung, Matthias Metzmacher, der in Nastätten die Aktion begleitete, wo sich erstmals im Advent die Türen öffneten. „Da wurde es an manchen Orten schon kuschelig eng“, so Metzmacher. Auch an den Kalenderorten in Bad Ems, wo es zum zweiten Mal einen lebendigen Adventskalender gab, wurden bis zu 100 Teilnehmer an einem Abend gezählt. Dort stieß die Aktion auf so große Resonanz, dass das Organisationsteam rund um Sylke Ferencz auch im nächsten Advent gern wieder einen lebendigen Bad Emser Adventskalender „basteln“ würde.

„Mit dem Adventskalender wurde das Bedürfnis und die Sehnsucht vieler Menschen in den dunklen Dezembertagen aufgegriffen“, erklärt sich Metzmacher den guten Zuspruch. Das Thema Advent als Zeit der Besinnung und Vorbereitung auf Weihnachten könne sich nicht in der üblichen Betriebsamkeit erschöpfen. „Menschen haben ein religiöses Bedürfnis nach Begegnung mit Gott und Menschen, nach Liedern und adventlicher Besinnung, und auch nach Segensworten in der dunklen Jahreszeit“, so der Theologe, der allen Gastgebern für ihr Wirken dankte. „Die hatten ihre ,Türchen’ immer wieder sehr liebevoll und einladend gestaltet.“

In Nastätten fand der erste lebendige Adventskalender nicht nur den Beifall der Gastgeber, auch Stadt- und Verbandsgemeindebürgermeister sowie Vertreter der katholischen Kirchengemeinde hielten das für eine unterstützenswerte Aktion. Im Januar soll ein Auswertungstreffen stattfinden und überlegt werden, ob es eine Fortsetzung im nächsten Jahr gibt. Dann würden sich die Türen nicht mehr um 17.09 Uhr, sondern um 17.10 Uhr öffnen, erklärt Metzmacher noch einmal, was es mit der „krummen“ Anfangszeit während der Aktion auf sich hatte. „Vielleicht kann der Kalender dann auch ökumenisch organisiert werden.“

Angerührt habe ihn selbst, als ihm eine Witwe erzählte, dass ihr der Kalender viel Trost beschert habe statt nach dem Tod ihrer Mannes allein in der Wohnung sitzen zu müssen. Auch für Kinder seien die kurzweilig gestalteten 30 Minuten mit Musik und Liedern stets ansprechend gewesen. Zwei Kinder hätten mit einem privaten Arbeitseinsatz Geld verdient, um sich an der Gutscheinaktion für bedürftige Kinder zu beteiligen. Denn die Besucher tankten während der offenen Türen nicht nur Besinnung für sich. Sie dachten auch an Kinder und Jugendliche, deren Eltern es finanziell schwer fällt, ihnen Geschenke zu kaufen.

In Nastätten kamen so 73 Gutscheine über 20 Euro zusammen, die über die Tafel des Diakonische Werkes an bedürftige und benachteiligte Kinder weitergereicht werden. In Bad Ems hatten die Kalenderbesucher schon nach den ersten beiden Türen die Wünsche von Kindern aus sozialen und kirchlichen Betreuungseinrichtungen erfüllt, so dass auch dort noch einmal mit doppelt so vielen Gutscheinen für Geschäfte der Kurstadt nachgelegt wurde. Bernd-Christoph Matern

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