Afrikanische Partner herzlich empfangen

thumb_1me3thumb_1me0RHEIN-LAHN. Gute Grüße, Gesang, Gebete und Leckeres vom Grill prägten den Empfang von sechs Afrikanern im evangelischen Dekanat Nassau in dieser Woche in Braubach. Der Besuch aus dem Partnerdistrikt Mabira in Tansania wird für vier Wochen die Kirchengemeinden und Dekanatseinrichtungen besuchen. „Wir wünschen uns, dass der Besuch die Partnerschaft stärken und befruchten wird”, sagte Dr. Frank Zimmerschied, Vorsitzender der Dekanatssynode, zum Auftakt der Begrüßungsfeier. Die vier Männer und zwei Frauen aus dem Distrikt Mabira und der dort bestehenden evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden und Pfarreien werden für vier Wochen den Rhein-Lahn-Kreis und das Partnerdekanat Nassau besuchen und kennen lernen.

thumb_1me1Es stehen Begegnungen mit Konfirmanden, Schülern, Kirchenvorstehern, Prädikanten und den Pfarrern des Dekanates auf dem Besuchsprogramm. Aber auch staatliche Stellen wie Berufsschulen oder eine Polizeiinspektion werden aufgesucht. Die Partnerschaft zwischen den beiden kirchlichen Ebenen besteht bereits seit mehr als 25 Jahren. Während ihres Aufenthaltes sind die Besucher in Privatquartieren zwischen Kördorf und Braubach untergebracht.

thumb_1me4„Auch wenn Vieles hier für sie fremd erscheinen mag, gemeinsam ist uns der Glaube an Jesus Christus. Inseiner Kirche sind wir alle zuhause”, sagte Präses Zimmerschied, als er die Besucher aus Mabira während eines Grillabends am Wochenende begrüßte. Berthold Krebs, Sprecher des Arbeitskreises Mabira-Nassau, erinnerte sich an seinen jüngsten Aufenthalt im Mabira-Distrikt und sagte: „Ihre Herzlichkeit und Spontaneität haben mich dabei sehr beeindruckt, und ich möchte sie einladen, diese auch hier zum Ausdruck zu bringen und uns damit anzustecken.”

thumb_1me8Dekan Friedrich Kappesser freute sich, die Gäste nach den Begegnungen auf Papier und Fotografien endlich mit Stimme von Angesicht zu Angesicht kennen lernen zu können und hoffte, dass genügend Zeit bleibt, im Gespräch über den Glauben und unterschiedliche Traditionen sich gegenseitig zu bereichern. „Und dass wir uns darüber verständigen, wie wir die Partnerschaft künftig gestalten und festigen.“ Dabei hoffe er auf ganz praktische Verabredungen.

Gemeindepfarrer Michael Riedl hatte für die Gäste im Hof des evangelischen Pfarrhauses in Braubach eine lange Tafel aufgebaut, an der die Besucher aus Afrika sowie Vertreter des Dekanats Nassau und des Arbeitskreises Mabira-Nassau Platz genommen hatten. Lee Cosmas Ndeiy, Referent für Ökumene und Bildung aus Gladenbach, dolmetschte die Vorstellungsrunde der Anwesenden vom Deutschen in Kisuaheli, die offzielle Landessprache Tansanias, und umgekehrt.

Samuel Mugangala, Pfarrer in Nyakatuntu dankte den Deutschen für die herzliche Aufnahme und überreichte Dekan Kappesser einen Wandbehang mit den Namen der Reisenden als Gastgeschenk. Auch ein Lied hatten die Partner aus Mabira in ihrer Stammessprache Kinyambo zur Begrüßung mitgebracht. Mit Trommeln und Gitarren stimmten Deutsche und Afrikaner „A sante mungubaba“ („Wir danken Gott“) an. Beim gemeinsamen Singen, Essen, Beten und Bewegen zur Musik kamen sich die beiden Kulturen näher.

Zwölf Stunden waren die Afrikaner – Bäuerinnen, Lehrer, ein Jugendreferent und ein Pfarrer – von Darressalam aus mit einem Zwischenstopp in Zürich unterwegs, bis sie von den deutschen Partnern in Frankfurt in Empfang genommen wurden. Sie vertreten die fünf Pfarreien, in die der Mabira-Distrikt aufgeteilt ist. Weitere Stationen des Besuchs waren am Wochenende das Altenheim Haus Marienberg in Kamp-Bornhofen und das Gemeindefest in Braubach. (bcm)

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