MARBURG/KLINGELBACH. Auf den Spuren der Heiligen Elisabeth (sie lebte von 1207 bis 1231) wandelten jetzt 40 ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter der evangelischen Kirchengemeinde Klingelbach mit einer Fahrt nach Marburg. Elisabeth, die dort begraben wurde, opferte sich in den letzten Jahre ihres kurzen Lebens in dem dort von ihr gegründeten Hospital für die Armen und Kranken auf.
Zunächst besichtigte die Gruppe die Elisabethkirche, die 1235 – 1285 als erste rein gotische Hallenkirche Deutschlands über dem Grab der Heiligen Elisabeth erbaut wurde und als eine der bedeutendsten Wallfahrtsstätten des Abendlandes gilt.
Der steile und beschwerliche Weg zum Landgrafenschloss war auch Elisabeths täglicher Weg zum Marktplatz, um dort alles Nötige zur Versorgung und Pflege ihrer Kranken zu kaufen. Sie zehrte in der Pflege nicht nur ihr Erbe, sondern buchstäblich ihr Leben auf. Das Wort Jesu: „Was ihr getan habt einem meiner geringsten Brüder, das habt ihr mir getan!“, war ihr Motivation zum radikalen und rücksichtslosen Dienst in Barmherzigkeit an den Ärmsten.
Im Landgrafenschloss ließ sich die Gruppe in einer Ausstellung über die Geschichte der Hospitäler und den „Dienst am Kranken“ von Elisabeths Zeit bis in die Gegenwart informieren. Nach diesen sehr interessanten Vorträgen und Führungen schloss der Tag mit einem gemütlichen gemeinsamen Abendessen.
Schön war, dass der ehemalige, inzwischen pensionierte Pfarrer Bamberger, der in Marburg seinen Wohnsitz hat, zur Freude der Teilnehmenden zu der Gruppe stieß und manches nette, auffrischende Gespräch am Rande geführt werden konnte.
