RHEIN-LAHN/BAD EMS. (29. Dezember 2010) Der Werkstattbereichsleiter vom Montage- und Dienstleistungszentrum Bad Ems, Jörg Bremser, sprach jetzt mit den Angehörigen psychisch kranker Menschen aus dem Rhein-Lahn-Kreis über die vielfältige, individuell zugeschnittene Rehabilitationsleistungen. Grundlagen für die Wiedereingliederung sind die beruflichen Interessen der Menschen und die jeweilige psychische Stabilität.
Beispielsweise können in der Bad Emser Werkstatt, Montage- oder Verpackungsarbeiten für regionale Wirtschaftsunternehmen ausgeführt werden. Wer handwerklich interessiert ist, kann im Holzbereich arbeiten. Einen Ausgleich finden psychisch kranke Menschen oft in der Keramik-Werkstatt, in der kreative Dekorationen für Haus und Garten gestaltet und hergestellt werden.
Bremser erklärte, wie psychisch kranke Menschen „in die Werkstatt kommen“. Bei der Aufnahme arbeitet er mit einem ganzen Team für berufliche Bildung und Rehabilitation zusammen, welches sich um den Einstieg kümmert. Das Aufnahmeverfahren läuft in Abstimmung mit Kostenträgern zum Beispiel mit der Arbeitsagentur oder der Deutschen Rentenversichrung Bund. Während der Werkstatt-Tätigkeit sind Beschäftigte auch kranken- und rentenversichert.
Die Angehörigengruppe interessierte sich auch sehr für die Kooperationen des Montage- und Dienstleistungszentrums mit Partnern in der Region, über die Praktika, Ausbildungs- oder integrierte Arbeitsplätze bis hin zu Vermittlungen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt entstehen. Elke Friedrich ist Sozialberaterin für berufliche Rehabilitation für die Werkstatt. Sie informierte die Angehörigen über die Angebote der neuen Kontakt- und Beratungsstelle für psychisch kranke Menschen, die in Bad Ems in der Römerstraße 72 zu finden ist.
Im Anschluss an die Führung gab es einen Erfahrungs- und Informationsaustausch über die Aktivitäten der Angehörigengruppe bei Kaffee und Kuchen.
