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NASTÄTTEN. (8. Dezember 2010) Normalerweise bringen Gäste ein Geschenk zum Geburtstag mit. Doch mit der Inszenierung der Märchenoper „Hänsel und Gretel“ zum 35-jährigen Bestehen der evangelischen Kindertagesstätte „Pusteblume“ in Nastätten machte die Einrichtung selbst den Besuchern im vollen Bürgerhaus ein herrliches Geschenk.
Ein halbes Jahr hatten Kinder und Erzieher-Team zusammen mit Dekanatskantor Markus Ziegler Szenen und Melodien ![]()
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aus der bekannten Märchenoper von Engelbert Humperdinck einstudiert. Begleitet von einem siebenköpfigen Instrumentalensemble erklangen unter Leitung Zieglers aus den mehr als 60
frischen, begeisterten wie begeisternden Kinderstimmen Ohrwürmer wie „Suse liebe Suse, was raschelt im Stroh“, „Abends wenn ich schlafen geh‘“, „Ein Männlein steht im Walde“ oder „Schwesterchen komm tanz mit mir“.
Von den Zweijährigen bis zu den Vorschulkindern zeigten sich alle in ihrem Element. Das Ergebnis der wochenlangen Vorbereitungen konnte sich aber nicht nur hören lassen. Bis ins kleinste Detail liebe- und mühevoll geschneiderte Kostüme trugen die Kinder, Knusperhäuschen, Käfig sowie Bäume, Tannen, Pflanzen, Feuerstelle und Holzklotz machten aus der Aufführung auch einen echten Augenschmaus.
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Rita Zöller fungierte als Vorleserin der unsterblichen Geschichte von Hänsel, Gretel, deren Eltern und der Hexe, während die kleinen Hauptdarsteller die Worte mimisch umsetzten. Am Ende gab es kräftigen Beifall für die Künstler in ihren von Purpur bis Braun farblich perfekt aufeinander abgestimmten Kleidern. Dem Lob und dem Dank für die vorbildliche Arbeit in der Kindertagesstätte schloss sich Torsten Hartmann für den Vorstand der evangelischen Kirchengemeinde Nastätten an.
Vorausgegangen war der Inszenierung die intensive Beschäftigung mit dem Thema Oper und Orchester. Wie die Leiterin der Einrichtung, Barbara Biener, den Zuschauern erklärte, lernten die Kinder bereits im Frühjahr Dank des begleitenden Orchesters die einzelnen Instrumente kennen. „Auch eine Führung durch das Staatstheater in Mainz mit einer Musikaufführung hat uns alle total begeistert“, so Biener.
Felix vom Chorverband
Beschenkt wurde die Einrichtung dann doch noch: Barbara Clempau-Walther überreichte im Namen des Kreis-Chorverbandes Rhein-Lahn der Kindertagesstätte bereits zum vierten Mal den „Felix“, ein Gütesiegel, das der evangelischen Einrichtung ihr überdurchschnittliches musikalisches Engagement bescheinigt und mit einer Plakette am Eingang sichtbar macht. Für dieses hatte auch die Märchenoper einmal mehr einen eindrucksvollen Beweis geliefert.
Bernd-Christoph Matern,
Fotos: Biener (3)/ Matern (8)
