Frauen dachten ?ber Miteinander der Generationen nach

thumb_1dekfrauen071007RHEIN-LAHN/BRAUBACH. Gut besucht war der Frauentag des evangelischen Dekanates Nassau in Braubach. „Das hätte ich mir leichter vorgestellt – Über das Miteinander von Jung und Alt“, war der Nachmittag überschrieben. Referentin Anne-Ruth Meiß verglich die einzelnen Lebensabschnitte mit vier Schubladen; und es brauche oft Kraft und Geduld, Menschen, die sich in einer anderen Schublade befänden, zu akzeptieren.

Unterhaltsam und nachdenklich beschrieb die Referentin die Lebensabschnitte vom schutzbedürftigen Kind über die Leidenschaft junger Menschen, die gelassene Erfahrenheit bis hin zur Reife des Alters, in der äußerlich und innerlich Verluste das Leben prägen. In vielen Beispielen fanden sich die Frauen im Hotel Rheintal wieder und nahmen Anregungen gerne an. „Gebt den kleinen Kindern tiefe Wurzeln und den großen Kindern weite Flügel“, war einer der Gedanken oder auch der Vergleich mit einem Fußballspiel zum Abschluss des Referates: „Gott schenkt nicht das Tor in der letzten Sekunde, sondern gibt uns Kraft für die Verlängerung“.

Eingeleitet wurde das Referat mit einem Gedicht von Hedwig Gauger aus Singhofen, die in Reimform mitgebracht hatte, wie sich Gott das Miteinander von Jung und Alt in der Bibel vorgestellt hat, dass die Alten die Jungen nicht reizen und die Jungen die Alten ehren sollen. Dekan Friedrich Kappesser hatte in seiner Andacht an den Psalm 127 „Siehe, Kinder sind eine Gabe Gottes“ erinnert, die Gottes Gnade und Segen deutlich machen.

thumb_1dekfrauen2071007Kappesser nutzte die Gelegenheit und dankte zwei langjährigen Organisatorinnen des Dekanatsfrauentreffens. Ellen Ruf aus Nassau (im Bild kinks) und Barbara Feldt aus Friedland überreichte der Dekan einen Blumenstrauß für ihr Engagement in der Frauenarbeit. 13 Jahre sorgte Ellen Ruf für die Organisation der Veranstaltung, für interessante Themen und Referenten, für Säle und das Programm. In ihrer Begrüßung hatte Ruf noch einmal deutlich gemacht, welch wichtige Aufgabe älteren Frauen in der heutigen Gesellschaft zufalle. Jetzt möchte sie in ihren Ehrenämtern etwas „kürzer“ treten. Gleichzeitig erklärte Kappesser, dass die Bildungsreferentin der evangelischen Arbeitsgemeinschaft Rhein-Lahn, Claire Metzmacher, künftig für die Frauentreffen beratend und unterstützend tätig werde.

Braubachs Gemeindepfarrer Michael Riedl, der das Treffen mit Ellen Ruf eröffnet hatte, beschloss es mit einem Segenswort. Für die musikalische Unterhaltung hatte unter Leitung von Helga Müller ein Projektchor in Zusammenarbeit mit dem Diakoniewerk Friedenswarte in Bad Ems gesorgt.

Speichere in deinen Favoriten diesen permalink.

Kommentare sind geschlossen.