Für Diakoniestation Loreley-Nastätten hat Hygiene weiterhin oberste Priorität

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Strenge Hygiene hat weiterhin oberste Priorität

Keine Lockerung in Coronakrise: Fachkräfte der Diakoniestation Loreley-Nastätten lassen Vorsicht walten

 NASTÄTTEN/RHEIN-LAHN. (10. Juni 2020) Sie sind derzeit besonders gefordert: Die Mitarbeitenden der Diakoniestation Loreley-Nastätten. Auch wenn es jetzt in vielen gesellschaftlichen Bereichen Lockerungen gibt, hat beim Personal des ambulanten Pflegedienstes strenge Hygiene weiterhin oberste Priorität.

Derzeit werden etwa 350 Klienten in den Verbandsgemeinden Nastätten und Loreley an sieben Tagen in der Woche von den 28 Pflegefachkräften der Diakoniestation gepflegt und teilweise von 21 Alltagsbetreuern beziehungsweise Hauswirtschaftskräften versorgt. Auf elf Touren täglich sind die Fachkräfte unterwegs, um etwa Medikamente zu verabreichen, Kompressionsstrümpfe an- und auszuziehen, Spritzen zu geben, Wunden zu verbinden oder um Körperpflege zu leisten. Abstand halten ist dabei nicht möglich.

„Umso wichtiger sind die Schutzvorkehrungen“, sagt Pflegedienstleiterin Sonja Schmidt. „An erster Stelle steht für mich die Gesundheit der Mitarbeiter und der Klienten; denn es wäre niemandem geholfen, wenn wir die vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen nicht korrekt umsetzen würden.“ Die Einhaltung dieser Maßnahmen sei schon für alle mit einem erheblichen Mehraufwand verbunden, „wir haben uns aber mittlerweile gut mit der „neuen Normalität“ arrangiert“, so Schmidt.

Praktische Beispiele: Vor jedem Aussteigen aus den Dienstfahrzeugen müssen alle Mitarbeitenden grundsätzlich immer Einmalhandschuhe anziehen. Diese werden während der Versorgung der Klienten bei Bedarf immer wieder gewechselt. Schmidt: „Die Handschuhe dürfen erst kurz vor dem Einsteigen in das Dienstfahrzeug wieder ausgezogen werden.“ Im Fahrzeug werden sie in einem Müllbeutel gesammelt und nach der Tour in der Abfalltonne entsorgt. Nach jedem Einsatz in einem Haushalt, manchmal auch öfter, werden die Hände desinfiziert. Ein Mund-Nasenschutz muss ebenfalls immer getragen werden. Bei Klienten mit Erkältungssymptomen kommt noch ein Schutzkittel hinzu.

Am Ende jeder Tour werden zudem alle Kontaktflächen in den Dienstfahrzeugen desinfiziert wie Lenkrad, Türgriffe, Schaltknüppel, Armaturen und Schlüssel zu Wohnungen sowie die Dienst-Handys. „Auch hier in der Station ist das Desinfizieren zur Normalität geworden“, berichtet die Pflegedienstleiterin. Am Standort in der Nastättener Borngasse 14a werden dreimal täglich alle Türgriffe, Fenstergriffe und andere Kontaktflächen desinfiziert.

Während zu Beginn der Coronakrise Mitte März aufgrund von Kurzarbeit, Home-Office oder einfach aus Angst vor fremden Kontakten manche Angehörigen die Versorgung ihrer Lieben erst einmal selbst übernehmen wollten, verzeichne die Diakoniestation mittlerweile wieder eine höhere Nachfrage. „Wir hatten in der Zeit seit Corona keine Infektion zu beklagen, weder bei unseren Klienten noch bei den Mitarbeitenden“, ist Schmidt froh und überdies sehr stolz auf das Engagement ihres Teams in dieser herausfordernden Zeit. „Alle gehen sehr souverän mit den notwendigen Maßnahmen um“. Die verschärfte Vorsicht sei längst Normalität geworden. „Angst wäre auch ein schlechter Ratgeber, aber der Respekt vor dem Virus bleibt.“ Bernd-Christoph Matern

Infos zur Diakoniestation unter Telefon 06772-939611 oder im Internet hier.

Zum Foto:
Hygienemaßnahmen wie das Tragen von Schutzmasken und das häufige Wechseln von Handschuhen sind nicht nur für Schwester Evelyn zur Selbstverständlichkeit geworden. Der Schutz von Personal und Klienten hat für die Diakoniestation Loreley-Nastätten weiterhin oberste Priorität. Foto: Matern

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