Heilig Abend 2015: Den Hunger in der Welt verringern helfen

thumb_1jahreslosung_2015_co-becrimathumb_1bfdwwenigeleer_co-brotfuerdieweltRHEIN-LAHN. (24. Dezember 2015) Es erscheint paradox: Obwohl das Angebot nie größer und die Werbung dafür nie bunter und vielfältiger war, tun sich viele Menschen in unserer Wohlstandsgesellschaft von Jahr zu Jahr schwerer, passende Geschenke zu finden, mit denen sie unter dem Weihnachtsbaum ihre Lieben erfreuen. Gleichzeitig stirbt statistisch gesehen in jeder Sekunde, in der wir über Geschenke nachdenken, ein Mensch auf dieser Welt, weil er nicht ausreichend Essen und Trinken hat. Deshalb ist es gute Tradition, zum Fest der Feste die nicht zu vergessen, die das Brot nicht über Nacht haben und damit auch an die Jahreslosung 2015 anzuknüpfen.

Allein durch Unterernährung sterben nach Angaben des UN-Welternährungsprogramm World Food Programme (WFP) jährlich rund 3,1 Millionen Kinder unter fünf Jahren. Geradezu unerträglich erscheint da manches Jammern über Armutsflüchtlinge, die in Deutschland auf eine bessere Zukunft hoffen. Die evangelische Hilfsaktion „Brot für die Welt“ hat anlässlich der Eröffnung ihrer 57. Spendenaktion in diesem Advent darauf hingewiesen, dass weltweit etwa zwei Milliarden Menschen, das ist etwa jeder Dritte weltweit, unter Mangelernährung leiden.

Für eine gute körperliche und geistige Entwicklung seien Nährstoffe wie Eiweiß, Eisen, Zink, Jod und Vitamine unerlässlich. Eine Ernährung mit einer nur ungenügenden Menge an Vitaminen und Nährstoffen mache zwar satt, sie hinterlasse aber bleibende Schäden. Besonders gelte dies nach Angaben der Hilfsorganisation für Kinder: „Mangelernährung in den ersten Lebensjahren kann später meist nicht mehr ausgeglichen werden und hat lebenslange Folgen“. Mit der Spenden-Aktion „Satt ist nicht genug!“ wolle Brot für die Welt zur Lösung dieses globalen Problems beitragen.

Zudem kritisiert Brot für die Welt, dass die „agroindustrielle Landwirtschaft sich einseitig auf Produktionssteigerung mit Monokulturen konzentriert, die hohe Gaben von Mineraldünger und Pestiziden brauchen und den Ressourcenschutz vernachlässigen“. Auch nehme die Konkurrenz um Land immer mehr zu: „Immer weniger Land wird für die Produktion von Nahrungsmitteln, immer mehr für den Anbau von Futtermitteln und Energiepflanzen in reichen Ländern gebraucht“.

Es ist eine gute Tradition, dass die Kollekten der heutigen evangelischen Heilig-Abend-Gottesdienste ausschließlich dieser Hilfsaktion zu Gute kommen, um dazu beizutragen, dass das Leid der Ärmsten der Armen gemindert wird.

Spenden kann man für Brot für die Welt aber das ganze Jahr über. Entweder über die jeweiligen Pfarrämter und Kirchengemeinden. Detaillierte Informationen über Brot für die Welt finden Sie auch hier .

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