Hoffnungsgedanken erfüllten allabendlich den Luthergarten

Engagierte Akteure lassen in Klingelbach den Advent wieder lebendig werden

KLINGELBACH/RHEIN-LAHN. (20. Dezember 2021) Die Christrose ist ein Symbol der Hoffnung. Im mit vielen Lichtern idyllisch leuchtenden Luthergarten in Klingelbach liest Marianne Schröter die Geschichte vor, als Hase, Maus, Hirsch und Fuchs im winterlichen Wald diesem Wunder auf die Spur kommen. Es ist einer der Abende, mit dem die evangelische Kirchengemeinde, die evangelische Gemeinschaft und die katholische Kirchengemeinde in diesem Jahr wochentags wieder eine ihrer lebendigen Adventskalender-Türen bestückt haben.

Bis zu zwei Dutzend Gäste tankten im Luthergarten auch im zweiten Corona-Advent wieder 20 Minuten Andacht, Besinnliches und gute Gedanken. „Und wenn hier nur drei Leute stehen, dann ist das auch in Ordnung, und es macht Spaß“, sagt Romero Hocke, der mit Schröter in diesem Jahr wieder die Organisation in die Hände nahm, damit die Hoffnung auch für die Menschen im Einrich in Corona-Zeiten lebendig bleibt. Zusammen mit der Kirchenvorstandsvorsitzenden Gabriele Schmidt löschen die beiden anschließend wieder die Lichter und räumen die Technik ein.

Die Handgriffe zur Vorbereitung – allein etwa 40 Kerzen werden jeden Abend in Gläsern angezündet – sitzen; die einstündige Vorbereitung im vergangenen Jahr ist auf eine halbe in diesem geschrumpft. Neu ist eine Mikrofon-Anlage, damit die Besucher, die zwischen den beiden Tannenbäumen stehen, die Worte besser verstehen. Hocke und Schröter sind zudem froh, dass die Verbundenheit mit der Evangelischen Gemeinschaft und den katholischen Geschwistern dafür sorgt, dass auch die Gestaltung der Abende wieder auf mehrere Schultern verteilt ist. Das sorgt zudem für Abwechslung, was die Gedanken als auch die Musik anbelangt; letztere kommt mal übers Band, mal live mit Gitarre, Flöte oder anderen solistischen Beiträgen.

„Es ist Advent und das sollen die Menschen spüren“, sagt Marianne Schröter und ruft den Gedanken der Waldgeschichte in Erinnerung: „Wonach wir uns sehnen, das wollen wir nicht aufgeben.“ Als sichtbares Zeichen soll die Christrose, die sie an diesem Abend mitgebracht hat, ihren Platz im Luthergarten finden, damit die Menschen sehen: „Hoffnung blüht auch im Winter“. Bernd-Chr. Matern

Zu den Fotos:
Hoffnungsvolle 15 bis 20 Minuten bescherte dieses Jahr wieder der lebendige Adventskalender im Klingelbacher Luthergarten. Romero Hocke und Marianne Schröter freuen sich, dass die evangelische und die katholische Kirchengemeinde sowie die Evangelische Gemeinschaft dafür an einem Strang zogen. Fotos: Matern

Speichere in deinen Favoriten diesen permalink.

Kommentare sind geschlossen.