Klaus Berger: K?mpfer f?r christliche Einheit spricht

RHEIN-LAHN/BAD EMS. Einer der profiliertesten Theologen Deutschlands, Dr. Klaus Berger, zuletzt Professor für neutestamentliche Theologie an der evangelisch-theologischen Fakultät der Universität Heidelberg, spricht am Donnerstag, 22. März, in Bad Ems über „Wege aus der zerrissenen Christenheit“.

Der ökumenische Arbeitskreis der beiden Bad Emser Kirchengemeinden hat den umstrittenen Theologen und Bestseller-Autor eingeladen, um über dessen Veröffentlichung „Das große Buch zur Ökumene“ zu referieren. Aus persönlicher Erfahrung ein Kenner beider Konfessionen, gilt Berger als Kämpfer gegen ihre Trennung. Die Spaltung der Christenheit, vor allem das „bequeme Sicheinrichten im konfessionellen Establishment“, ist für Berger kein tolerables Provisorium, sondern ein „sündiges Verharren im Verrat an Jesus“.

Wie in seinem Buch wird der prominente Gast in Bad Ems Wege zu einer Einheit der Kirche aufzeigen, die er „nicht erst für übermorgen“, sondern schon für heute einklagt. Berger wollte ursprünglich katholischer Priester werden, wechselte nach Androhung eines Berufsverbotes in die evangelische Kirche, nach seiner Emeritierung an der evangelisch-theologischen Fakultät in Heidelberg wieder in die katholische; auch seine unklare Konfessionszugehörigkeit sorgte für Schlagzeilen. Als Vater zweier Kinder und zwei Mal verheiratet verläuft die Spaltung der Kirche für ihn „nicht durch Büros, Denkschriften und Konsenspapiere“, sondern „durch Ehen, Familien, Biographien und nicht selten mitten durchs Herz“.

Der Vortrag im Haus der Kirche in Bad Ems beginnt um 19.30 Uhr.

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