FRANKFURT/RHEIN-LAHN. (26. November) Die Zehnte Kirchensynode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hat am Donnerstag auf ihrer Tagung in Frankfurt einer Kooperation mit der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) zugestimmt. Demnach sollen vier Arbeitsfelder künftig gemeinsam gestaltet werden. Dazu gehören die Gründung einer gemeinsamen Akademie, die theologische Ausbildung sowie eine Zusammenlegung der Arbeitsbereiche für Religionspädagogik und Ökumene.
Details einer Kooperationsvereinbarung, die die Kirchenleitung vorgelegt hatte und der auch der Kirchensynodalvorstand zugestimmt hatte, machte sich die Synode nicht zu eigen. Sie beauftragte die Kirchenleitung, über Einzelheiten wie zum Beispiel die Standorte gemeinsamer Institutionen weiter mit der EKKW zu verhandeln.
Beschlossen wurde, die Evangelische Akademie Hofgeismar der EKKW sowie die Evangelische Akademie Arnoldshain der EKHN und die Stadtakademie des Evangelischen Regionalverbands in Frankfurt zu einer Akademie mit den Standorten Hofgeismar und Frankfurt zusammen zufassen. Auch der Bereich Ökumene, zu dem unter anderem die Vertretung der Kirchen in internationalen kirchlichen Verbänden und Gremien, die Betreuung von Zivildienstleistenden und die Gestaltung der internationalen Partnerschaften gehören, soll in einem gemeinsamen Zentrum beider Kirchen zusammen gefasst werden.
Ein gemeinsames Religionspädagogisches Institut mit einem integrierten regionalen Netzwerk soll künftig die Aufgaben des Religionspädagogischen Studienzentrums der EKHN und des Pädagogisch Theologischen Instituts der EKKW übernehmen. In der theologischen Ausbildung sollen die Zugangsverfahren zum Pfarrdienst der beiden Kirchen einander angeglichen werden, um sie wechselseitig durchlässiger zu machen.
Der Präses der EKHN-Synode Prof. Dr. Karl Heinrich Schäfer zeigte sich erfreut über die Zustimmung der Synode zu einer Kooperation mit der „Schwesterkirche“ und zeigte zugleich Verständnis dafür, dass die Synode „in einigen Detailfragen noch Klärungsbedarf“ habe.
Die beiden Kirchenleitungen hatten ihren Synoden eine weitergehende Kooperationsvereinbarung zur Entscheidung vorgelegt. Während die Synode der EKKW am Mittwoch in Hofgeismar die komplette Vereinbarung billigte, stimmte die Synode der EKHN der Vereinbarung jetzt zwar im Grundsatz, aber nicht jedem Detail zu. Die Kirchenleitungen haben nun die Aufgabe, die gemeinsame Vereinbarung weiter zu verhandeln. (sk)
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