RHEIN-LAHN. Ein ebenso informatives wie abwechslungsreiches Programm für sechs Besucher aus Afrika bereitet zurzeit der Arbeitskreis Mabira des evangelischen Dekanates Nassau vor. „Wir freuen uns sehr auf den Besuch, haben aber auch noch einige organisatorische Aufgaben zu erfüllen”, sagte der Leiter des Arbeitskreises für die Partnerschaft mit dem afrikanischen Distrikt, Berthold Krebs aus Geisig, als sich der Arbeitskreis in dieser Woche in Kördorf zum wiederholten Mal zur Vorbereitung des Besuches traf.
Vier Wochen werden die afrikanischen Vertreter des Distrikts und der dort bestehenden evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden und Pfarreien ab 1. September den Rhein-Lahn-Kreis und das Partnerdekanat Nassau besuchen und kennen lernen. Für die Zeit ihres Aufenthaltes sind die Gäste aus dem Norden Tansanias in Privatquartieren untergebracht. Die unterschiedlichsten kirchlichen, staatlichen und wirtschaftlichen Einrichtungen sollen den Afrikanern gezeigt werden.
So sind Besuche in der Marksburg-Schule und der Berufsbildenden Schule in Braubach, in einer Polizeidienststelle, im Kloster Arnstein, in ökologisch wirtschaftenden Betrieben im Einrich, beim Forstamt in Bad Ems und in einem Altenheim in Kamp-Bornhofen vorgesehen. „Ganz wichtig ist uns natürlich der Austausch mit unseren Gästen”, erklärt Krebs. Es stehen Begegnungen mit Konfirmanden, Schülern, Kirchenvorstehern, Prädikanten und den Pfarrern des Dekanates auf dem Besuchsprogramm. Für das entscheidende Verständnis untereinander sorgen Dolmetscher, die das Gesagte aus dem Deutschen oder Englischen in Kisuaheli, die Landessprache Tansanias übersetzen.
Aber auch Gemeinschaft und Geselligkeit sollen während des vierwöchigen Austauschs nicht zu kurz kommen. Fußballturnier, Gemeindefeste, Kartoffelfest in Bremberg, der Michelsmarkt in Nassau und der Besuch des CVJM SonDay-Gottesdienstes stehen auf dem Programm. Abstecher führen die Mabira-Partner ins Dekanat Selters und nach Worms.
Einer der Höhepunkte des Aufenthaltes wird der Partnerschaftssonntag am 9. September sein. Während die Partner aus Deutschland und Afrika an diesem Sonntag einmal im Jahr nur in Fürbitten aneinander denken, bekommt er in diesem Jahr durch den Besuch aus Tansania ein ganz anderes Gewicht, so Krebs. Wie schon beim letzten Empfang der Partner aus Tansania vor sechs Jahren verspricht sich der Arbeitskreis auch von diesem Besuch wieder viele interessante Begegnungen, einen regen Gedankenaustausch und eine gegenseitige Bereicherung im Glauben, erklärt Krebs.
Wer Interesse hat, Besucher aus Tansania für eine Woche zu beherbergen, kann sich mit dem Dekanatsbüro in Lahnstein in Verbindung setzen unter Telefon 02621/628123 oder per E-Mail unter evkirchenl@aol.com. (bcm)
