Manfred Sopp geehrt: 40 Jahre für Diakoniestation ehrenamtlich aktiv

thumb_1a-vv260216-msopp40jahre_becrima-HOLZHAUSEN/RHEIN-LAHN. (10. März 2016) 40 Jahre hat Manfred Sopp aus Diethardt ehrenamtlich für die Diakoniestation Loreley-Nastätten gewirkt. Der 77-jährige Mitbegründer der einstigen Sozialstation St. Goarshausen wurde jetzt während der konstituierenden Sitzung der neuen Verbandsvertreterversammlung in Holzhausen für sein außerordentliches Engagement mit einer Ehrenurkunde der Diakonie in Hessen und in Deutschland ausgezeichnet.

Die Vorsitzende des evangelischen Dekanats Nassauer Land Anja Beeres, die die Sitzung leitete, lobte Sopps große Geradlinigkeit, Loyalität und Ehrlichkeit, mit der er als einer der „Taufpaten der Station“ deren Entwicklung vier Jahrzehnte begleitet, gefördert und mitgetragen habe. Auszugsweise erinnerte sie an dessen Verdienste von der Gründung in St. Goarshausen über den Umzug nach Nastätten bis hin zu seiner Präsenz bei fast allen Vorstandssitzungen. Verlass sei auf Sopp auch gewesen, wenn es mal gebrannt habe und er als Mahner aufgetreten sei. „Wir wussten immer, dass du mit uns für die Sache kämpfst“, so Beeres. Zudem habe er auch neue Ideen gefördert sowie die Umstellung auf moderne Medien.

Neben Beeres dankten auch die Pflegedienstleiterin Sonja Schmidt sowie der Vorstandsvorsitzende Berthold Krämer dem scheidenden Vorsitzenden der Verbandsvertretung, zu dem er 1992 gewählt wurde. Auch die Gründungssatzung vom 6. Oktober 1976 trägt Sopps Unterschrift. Daran knüpfte Pfarrerin Dr. Carmen Berger-Zell von der Geschäftsstelle des Diakonischen Werkes Hessen in ihrer Laudatio an, als sie Sopp im Namen des Landesverbandes und der Diakonie Deutschland eine Ehrenurkunde überreichte, „eine Art Bundesverdienstkreuz der Diakonie“, so Berger-Zell. Das goldene Kronenkreuz der Diakonie hatte Sopp bereits 2009 erhalten. „Sie sind schon in der Gründungszeit von Tür zu Tür gegangen, um Menschen für die diakonische Sache zu gewinnen, und sie haben Großartiges geleistet.“ Sich 40 Jahre ehrenamtlich aktiv in der Diakonie zu engagieren, sei „ganz ganz selten“.

Sopp selbst dankte für die ehrenden Worte und erinnerte an das gute Miteinander und das Engagement der mit ihm für die Station amtierenden Personen in Vorstand, Station und dem zuletzt von Günter Rein geleiteten Förderverein. Er blickte auf die Gründungsjahre zurück, als er mit engagierten Mitstreitern die Station aufbaute; damals habe es noch keine Pflegeversicherung gegeben, dank vieler Zuschussgeber aber auch keine Geldsorgen. Als Vollwaise habe er früh selbst die Hilfe von Gemeindeschwestern erfahren und sehr schätzen gelernt. „Was die geleistet haben, ist unvorstellbar; die haben noch mit dem Fahrrad weiteste Strecken zurückgelegt“, erzählte Sopp. „Die Nächstenliebe liegt mir deshalb seit meiner Kindheit am Herzen.“

Neuen Vorstand gewählt

Die von Manfred Sopp geleitete Verbandsvertretung besteht derzeit aus 20 von den Kirchengemeinden entsandten Vertretern. Sie wählten im Anschluss an die Ehrung sowohl einen Nachfolger für Manfred Sopp als auch einen neuen Vorstand und eine neue Vorsitzende des Vorstands. Berthold Krämer aus Hunzel hatte das Amt vor sechs Jahren übernommen, als sich die Diakoniestation sowohl organisatorisch als auch wirtschaftlich in stürmischer See befand. Nicht zuletzt dank der neuen Leiterin Sonja Schmidt habe die Station jetzt „ruhigere Gewässer erreicht“ und habe auch wirtschaftlich wieder „Wind in den Segeln“, resümierte Krämer über seine Amtszeit.

Auch ihm dankte Anja Beeres für sein außerordentliches Engagement in schwierigen Zeiten. Die Versammlung wählte Krämer einstimmig zum neuen Vorsitzenden der Verbandsvertretung, dem Träger der Diakoniestation Loreley-Nastätten, die derzeit etwa 230 Patienten mit 31 Pflegekräften in der Verbandsgemeinde Nastätten und Teilen der Verbandsgemeinde Loreley betreut, einer Region mit etwa 27.000 Einwohnern. Zur neuen Vorstandsvorsitzenden wählten die Vertreter einstimmig Diana Eckert aus Obertiefenbach. Dem Vorstand gehören neben der Vorsitzenden der Dekanatssynode Anja Beeres als „geborenem Mitglied“ außerdem Uwe Becker (Bornich), Gerhard Emmerich (Gemmerich) und Andreas Maus (Weyer) an. Bernd-Christoph Matern

thumb_1a-vvds260216-vorstdleit_becrima-Der neue Vorstand der Diakoniestation Loreley-Nastätten mit Andreas Maus, Anja Beeres, Gerhard Emmerich, der Vorsitzenden Diana Eckert und Uwe Becker sowie dem Vorsitzenden der Verbandsvertretung Berthold Krämer und Stationsleiterin Sonja Schmidt (von links). Fotos: Matern

 

Zum Foto (oben links):
Pfarrerin Carmen Berger-Zell vom Diakonischen Werk überreichte Manfred Sopp für sein 40-jähriges Wirken für die Diakoniestation Loreley-Nastätten eine Ehrenurkunde der Diakonie. Sopp war Mitbegründer der Station, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und seit 24 Jahren Vorsitzender der Verbandsvertretung.

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