Mehr Qualit?t in evangelischen Kindertagesst?tten

WESTERBURG/RHEIN-LAHN. Zu einer ersten Anwenderkonferenz im Rahmen der Qualitätsentwicklung an evangelischen Kindertagesstätten in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) haben sich Träger und Kindergartenleiterinnen und -leiter in Westerburg zu einem gemeinsamen Austausch getroffen. 14 Kindertagesstätten in den evangelischen Dekanaten Bad Marienberg, Diez, Nassau, St. Goarshausen und Selters engagieren sich in einer ersten Runde für eine Qualitätsentwicklung.

thumb_1kitasquali2706072006 wurde die Qualitätsentwicklung von der Synode der EKHN beschlossen und wird bis 2009 in allen 600 evangelischen Kindertagesstätten der EKHN eingeführt. Begleitet wird der Prozess von Fachberaterinnen aus dem Zentrum Bildung. Roberta Donath ist die zuständige Fachberaterin für die fünf Dekanate Bad Marienberg, Diez, Nassau, St. Goarshausen und Selters: „In der ersten Runde konnten sich jeweils zwei Kindertagesstätten aus jedem Dekanat bewerben und sich für einen Schwerpunkt entscheiden, wo die Qualitätsentwicklung umgesetzt werden soll“.

Die Themenbereiche sind: Betreuung von Kindern unter drei Jahren, Bildung durch Gestaltung des Außengeländes, Dokumentation fortlaufender Arbeit, Gesamtkonzeption, pädagogische Fachkräfte und Öffentlichkeitsarbeit. Nach einer Selbstbewertungsphase im März fand nun die erste Konferenz der Anwender statt, um sich über die Entwicklungen in den Kindertagesstätten auszutauschen.

So trafen sich die Träger und die Leiterinnen der evangelischen Kindertagesstätten (KiTa) in Westerburg. Hier zeigte sich, dass der Prozess der Qualitätsentwicklung zum einen hohe Standards offen legt, nach denen in den evangelischen Kindertagesstätten gearbeitet wird. Zum anderen werden aber auch neue Perspektiven auf die Arbeit gewonnen, die sich in den Konzeptionen niederschlagen. Es zeigte sich, dass der Prozess der Konzeptionsentwicklung in den meisten Einrichtungen fast abgeschlossen ist. Wichtig war allen Leiterinnen und Leitern der Kindertagesstätten, dass an dieser Entwicklung Kinder, Eltern und Mitarbeiter beteiligt werden.

Kritisiert wurde, dass die Freistellung der Kindergartenleiterin für die Maßnahmen der Qualitätsentwicklung bei kleineren Kindertagesstätten nicht in den Landkreisen umgesetzt werde, obwohl es vom Land Rheinland-Pfalz eindeutige Beschlüsse gebe. „In der Landesverordnung zum KiTa Gesetz RLP ist diese Freistellung eindeutig festgelegt, da das Land Rheinland-Pfalz die Qualität in den Kinderbetreuungseinrichtungen erhöhen will. Leider stellen sich die Kreise dagegen, in dem sie diese Bestimmung in zwei- und dreigruppigen Einrichtungen auf Kosten unserer Kinder nicht anwenden. Wir hoffen, dass wir hier mit dem Kreis zu einer Einigung kommen, damit Familien und deren Kinder die besten Angebote in den Kindertagesstätten bekommen und die wichtige komplexe Tätigkeit der Leiterin gewürdigt wird“, erklärt Roberta Donath. Die Freistellung sei für die Qualitätsentwicklung wichtig, da sich die freigestellte Leitung auf den Entwicklungsprozess konzentrieren kann, ohne in die operative Arbeit eingebunden zu sein. (pee)

Informationen über die evangelischen kindertagesstätten in den drei Dekanaten Diez, Nassau und St. Goarshausen erhalten Sie hier.

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