Nach Tunnelbau: Gemeindehaus in neuem Glanz

thumb_1einweihessen2BAD EMS. In neuem Glanz zeigt sich das evangelische Gemeindehaus an der Kaiser-Wilhelm-Kirche. Jetzt konnten sich davon bei der offiziellen Einweihung nach einer halbjährigen Renovierungsphase auch viele Gemeindeglieder überzeugen. Während des Bau des längsten rheinland-pfälzischen Tunnels diente das Gebäude, in dem sich auch die Pfarrwohnung von Wilfried Steinke befindet, dem Landesbetrieb Mobilität als Baubüro.

Mit einem Festgottesdienst in der Kaiser-Wilhelm-Kirche mit den Gemeindepfarrern Wilfried Steinke und Achim Weber begann die Einweihungsfeier. Dort stand das Gemälde von Gerda Dürrbaum im Mittelpunkt, das den Saal im Gemeindehaus ähnlich einem Altarbild ziert und bestimmt. Jutta Ulges hatte dazu eine Bildbetrachtung erarbeitet, die Motive des Werkes mit den Hoffnungen für das renovierte Gemeindehaus in Verbindung setzte. Sich auf das Wort Gottes als das „A und O“ zu verlassen und aus dieser Sicherheit auch immer wieder Neues zu beginnen – das soll auch im Gemeindehaus gelten.

thumb_1einweihgrussworteDie frisch restaurierte Fläche von rund 100 Quadratmetern dient jetzt wieder dem Frauenkreis als Treffpunkt sowie der Kantorei als Einsingraum. Etwa 100 Personen passen in den teilbaren Raum. Neben dem Saal befindet sich auch noch ein kleinerer Raum, der von Gruppen und Gesprächskreisen genutzt werden kann. „Nach und nach sollen die Räume wieder mit Leben erfüllt werden“, erklärte Pfarrer Winfried Steinke. Auch Gruppen, die nicht der Kirchengemeinde angehören, können dort Raum finden. So wird sich etwa der Frauenkammerchor „Cosima“ künftig dort zu seinen Proben treffen. Ines Paulwitz und Wilfried Heinz vom Chor brachten ein Notenpult als Einweihungsgeschenk für die erneuerten Räume mit.

thumb_1einweihviel_betriebBesonders erfreut zeigte sich Renate Lotz vom evangelischen Frauenkreis, dass die Runde jetzt wieder in ihr „Zuhause“ zurückkehren kann. Dem Geschichtsverein dankte sie für das „Asyl“, das er dem Frauenkreis im Mainzer Haus gewährt hatte. Auf Kirchenvorstandssitzungen, die nun auch einmal an der Kaiser-Wilhelm-Kirche stattfinden können, wies der stellvertretende Kirchenvorstandsvorsitzende Siegfried Preuß hin. Zur Verschönerung des Saals hatte er Pflanzen mitgebracht, die auch Symbol für die Arbeit eines Kirchenvorstands seien, weil sie durch gute Pflege gute Früchte bringen und weil sie wie der christliche Glaube ein Wurzelwerk besitzen, das Grundlage allen Gedeihens ist.

Für Steinkes Vorvorgänger des Pfarrhauses meldete sich Pfarrer Hermann Alves zu Wort, der daran erinnerte, als dessen Vorgänger Ernst-Otto Mohn vor genau 40 Jahren mit seiner Familie dort eingezogen ist. Segenswünsche kamen auch von Werner Sowitzky und Martina Griese. Der Bad Emser Stadtbürgermeister Ottmar Canz freute sich über das neue Leben, dass jetzt wieder an der Kaiser-Wilhelm-Kirche einziehen kann und wünschte sich eine Fortsetzung des guten Miteinanders von Kirche und Kommune.

thumb_1EinweihfuerbittenDie Hoffnungen und Wünsche an das neue Gemeindedomizil hatten die Gottesdienstbesucher in einer Fülle von Fürbitten zusammengetragen: Ideen und Mut, das Gutes entsteht und Angebote, die viele Menschen ansprechen, Wärme, die aus dem Haus in die Gemeinde strömt, ein Treffpunkt, der immer mehr verschiedene Menschen unter einem Dach vereint; das waren nur einige der Wünsche, die mit den renovierten Räumen verbunden sind. Für den Austausch sorgte der Mittagstisch, der für die Besucher gedeckt war.

Am Nachmittag fand die Wiedereröffnung einen sehr stimmungsvollen Abschluss mit einem Gemeindesingen, das Landeskantorin Christa Reich leitete. (bcm)

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