Kerstin Janott Gemeindepfarrerin von Hirschberg, Langenscheid, Geilnau

 thumb_janottein1HIRSCHBERG/LANGENSCHEID/GEILNAU. Die Gemeinde soll das Evangelium als einen leuchtenden Schatz entdecken. Mit diesem Wunsch startet Pfarrvikarin Kerstin Janott in ihr Amt als Gemeindepfarrerin für die evangelischen Kirchengemeinden Hirschberg und Langenscheid mit Geilnau. Propst Dr. Sigurd Rink und Dekan Hans-Otto Rether ordinierten die 31-Jährige am Wochenende und führten sie in ihren Dienst ein.

 

Kein halbes Jahr nach der Verabschiedung von Christof Munz werden die beiden Esterau-Kirchengemeinden Hirschberg und Langenscheid/Geilnau jetzt wieder seelsorgerlich betreut, erstmals von einer Frau: Pfarrvikarin Kerstin Janott – seit Januar bereits vertretungsweise im Einsatz – wurde während eines Festgottesdienstes in Hirschberg ordiniert. thumb_1janottein2

Propst Dr. Sigurd Rink hatte der jungen Theologin ein Kleeblatt als besondere „Glücks-Wünsche“ mit auf den Weg gegeben. Damit erinnerte er an Janotts Herkunft im ländlich geprägten Lahn-Dill-Kreis (Rink: „Sie weiß, wie die Dörfer ticken“), aber auch an ihre Bereitschaft, den Horizont zu weiten wie mit ihrem Auslands-Studienjahr in Dublin und dem Vikariat in Bonn in der benachbarten rheinischen Landeskirche bewiesen.

 Über den „Schatz in irdenen Gefäßen“ aus dem Korinther-Brief sprach Janott nach der Ordination, die Dekan Hans-Otto Rether, Janotts Lehrpfarrer Uwe Grieser aus Bonn sowie die Kirchenvorsteher Martina Künzler und Margret Kuhn begleiteten, in ihrer Predigt. Gott sei dieser Schatz, der in den Menschen aufleuchte. „Und von diesem Strahl sollen wir als Gemeinde weitergeben und seine Kraft für andere einsetzen“, so die neue Pfarrerin. Das irdische Gefäß mache deutlich, dass dazu nicht nur Lichtgestalten in der Lage seien, sondern dass jeder Mensch, jede vermeintlich zerbrechliche Gestalt, ebenso die überschwängliche Kraft Gottes einsetzen könne.

Dekan Hans-Otto Rether sprach der neuen Amtsschwester die Unterstützung des Dekanates zu und wünschte ihr mit Blick auf die in den Hirschberger Kirchenfenstern dargestellten Propheten, dass sie bei ihrer Arbeit Wegweisung, der Glaube an den einen Gott und Christus, der die Liebe erfahrbar gemacht hat, begleiten möge. Für die feierliche Ausgestaltung des Gottesdienstes sorgten der Gemischte Chor Liederblüte unter Leitung von Erna Wilhelm und Organist Wilhelm Barth. Die Kinder der evangelischen Kindertagesstätte Langenscheid erfreuten die neue Pfarrerin mit dem Lied „Wir sind eingeladen zum Leben“.

thumb_1janottein4Bei einem Empfang im Gemeindehaus von Hirschberg konnte Andreas Hoffmann vom Kirchenvorstand Langenscheid auch zahlreiche Gäste aus der Kommunalpolitik wie den Diezer Verbandsgemeindebürgermeister Franz Klöckner begrüßen. Für die anwesenden Ortsbürgermeister aus Hirschberg und Geilnau hoffte Langenscheids Ortschef Ulrich Strutt auf eine gute Zusammenarbeit zwischen Kirchen- und Ortsgemeinden mit der neuen Pfarrerin. Unterstützung sagte auch der Vorsitzende der Dekanatssynode Diez, Dr. Dieter Bandell der jungen Theologin zu. Dekan Rether dankte den Vakanzvertretern Hartmut Witt (Kasualien) und Markus Pfeiffer (Konfirmandenunterricht). Janotts Amtsvorgänger Horst Günter Ulrich und Christof Munz gehörten ebenso zu den Ordinationsgratulanten wie ihr Bonner Lehrpfarrer Uwe Grieser. (bcm)

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