Pfarrerwechsel: Von den Heimen Scheuern an den Rhein

thumb_1efgemeindeRHEIN-LAHN/BRAUBACH/NASSAU. Silke Funk wurde am Sonntag als Pfarrerin der Kirchengemeinde der Heime Scheuern verabschiedet und in der evangelischen Markuskirche in Braubach als neue Pfarrerin willkommen geheißen. Dort wird sie ab 1. September die Außenorte Kamp-Bornhofen, Filsen und Osterspai der Kirchengemeinde Braubach seelsorgerisch und gottesdienstlich mit einer halben Stelle betreuen. Mit einer halben Stelle bleibt Funk auch weiterhin Pfarrerin der Kirchengemeinde Dienethal mit den Ortschaften Misselberg und Sulzbach.

Am Sonntagmorgen hielt Funk ihren vorerst letzten Gottesdienst in den Heimen Scheuern. Der Direktor der Einrichtung, Pfarrer Eckhard Bahlmann, dankte Funk für ihren Dienst in der diakonischen Einrichtung. Am Nachmittag führte Dekan Friedrich Kappesser die Theologin dann in der Markuskirche in Braubach in ihre neue Wirkungsstätte ein, nachdem er zuvor thumb_1efsegenPfarrer Rolf Boge für seinen Vertretungsdienst dort gedankt hatte. Gottes Sache sei eine Sache der Stille, erklärte Kappesser. „Die Wahrheit kann nur durch sich selbst wirken.” Gottes Wort überzeugend zu vermitteln, ohne bekehren zu wollen, sondern um es selbst wirken zu lassen, sei Aufgabe der Pfarrerin, sagte der Dekan, bevor er Funk für ihren neuen Dienst segnete.

„Wie im Niemandsland” komme sie sich etwas im Wechsel von den Heimen Scheuern an den Rhein, zwischen Abschied und Neubeginn vor, sagte die Pfarrerin in ihrer Antrittspredigt in der gut gefüllten Markuskirche. Sie hoffe, dass aus demthumb_1efpredigt leisen Herantasten Vertrauen wachse und die Neugier für den Anderen erhalten bleibe. In ihrer diakonischen Arbeit habe sie gelernt, wie brüchig Sprache sein könne und wie wertvoll zuvor nicht gewagte Begegnungen. Funk: „Begegnungen brauchen Zeit zum Wachsen und Reifen, den Blick des Anderen, das Lauschen auf den Anderen.”

thumb_1EFBandEin herzliches Willkommen übermittelte der stellvertretende Vorsitzende des Braubacher Kirchenvorstandes, Dr. Klaus-Werner Wenndorf. Musikalisch umrahmten der evangelische Posaunenchor unter Leitung Manfred Brenneisens und der evangelische Kirchenchor Braubach unter Hans-Joachim Liefke die Einführung. Der Braubacher Pfarrer Michael Riedl grüßte die Kollegin mit einer Gesangsgruppe. Beim anschließenden Empfang vor der Kirche boten Vertreter der Ortsgemeinden am Rhein, der Verbandsgemeinde Braubach und der katholischen Kirche der neuen Seelsorgerin ihre Unterstützung an.

Die Diakoniepfarrstelle in den Heimen Scheuern ist ab September vakant. Sie wurde ausgeschrieben „und wir hoffen, dass es nicht zu lange dauert, bis sie wieder besetzt werden kann”, so Dekan Kappesser. (bcm)

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