Siebald sorgt in Gemmerich singend f?r Aufbruchstimmung

thumb_10-siebaldgem09aGEMMERICH/RHEIN-LAHN. (2.Dezember) „Advent, das sind nicht nur fröhliche Weihnachtslieder, die wir singen, Advent ist die Zeit, in der Gott die Menschen zu sich zurückholen will.“ Das sagte Manfred Siebald, als er jetzt mit einem Konzert in Gemmerich für eine volle evangelische Kirche sorgte. Der bekannte Liedermacher, der mit seinen Texten und Melodien in vielen evangelischen Gesangbüchern vertreten ist, sorgte nicht nur für ein volles Gotteshaus mit Besuchern aus der gesamten Region, er erfüllte mit seinen mit der Gitarre begleiteten Liedern auch die Herzen seiner Zuhörer mit Ankunftsfreude und Aufbruchstimmung.

thumb_10-a-siebald09gema"Lieder – Worte – Gedanken" war der Abend von Siebald überschrieben, von dem so bekannte christliche Weisen wie „Ins Wasser fällt ein Stein“, „Jesus, zu Dir kann ich so kommen wie ich bin“ oder „Ein jeder trage die Last des Andern“ stammen. Über das rein konzertante Ereignis hinaus sorgte der Komponist für einen musikalisch ansprechenden Gottesdienst.

Die Bedeutung von Advent und Weihnachten, Herkunft, Sinn und Wirkung unterstrich Siebald mit kleinen Geschichten, Erlebnissen und Gleichnissen und natürlich mit seinen Texten zu eingängigen, vielfach sehr melancholischen Melodien, die aber immer wieder vom Tonart-Wechsel zwischen Moll und tröstlichem Dur geprägt sind. „Es geht ohne Gott in die Dunkelheit, aber mit ihm gehen wir ins Licht“, tönte es etwa aus dem Chorraum, und die Besucher sangen eifrig mit.

Dass Jesus in einem Stall geboren wurde, verdeutliche, dass Erfolg bei Gott anders definiert werde. „Es zeigt den heruntergekommenen Gott.“ Siebalds vertonte biblische Geschichten wie die vom Gelähmten am Teich übertrug der Liedermacher auf die heutige Zeit, in der sich viele Menschen durch Arbeits- und Lieblosigkeit oder Krankheit zu kurz gekommen vorkämen.

Und ob es um Hoffnung und Trost oder Gnade bei falschen Versprechungen geht – Siebald hatte stets den passenden Vers in eine eingängige Melodie verpackt parat, damit die Besucher singend wie zuhörend noch einmal über den Sinn des Gesagten nachdenken konnten. So machte er den Zuhörern in der Kirche Mut und Lust, nicht nur äußerlich sondern auch nach innerlichem Heil zu suchen, neue Kraft zu schöpfen und mit Gottvertrauen den Heimweg anzutreten. Bernd-Christoph Matern

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