Sonntagsgedanken zum Ende des Kirchenjahres 2009

thumb_10-sonnebleibt-cm09-Meine Augen sehen stets auf den Herrn; denn er wird meinen Fuß aus dem Netze ziehen. 
Psalm 25, 15

RHEIN-LAHN. (22. November) Am heutigen Ewigkeitssonntag gedenken die Kirchengemeinden der Verstorbenen des zu Ende gehenden Kirchenjahres. Erinnerungen an gemeinsame Lebenszeit wird wach, Dankbarkeit für viele erlebte Stunden, vielleicht hat der Tod am Ende auch ein langes Leiden beendet. Aber nicht nur an Menschen, die im hohen Alter zu Grabe getragen wurden, erinnert dieser letzte Sonntag im Kirchenjahr.

Unfall, Krankheit und Katastrophen haben auch im Rhein-Lahn-Kreis Menschen sterben lassen, die Angehörige und Mitmenschen sprach- und fassungslos machen. Was bleibt, wenn der Krebs doch der Stärkere ist? Viele Betroffene, vor allem aber Angehörige haben da vergeblich auf ein Wunder gewartet. Was, wenn der Tod von Kindern verzweifeln lässt? Da stirbt jegliche Hoffnung, schwindet Lebenssinn. Auch an solche Trauer wird heute erinnert, Trauer, die Menschen den Boden unter den Füßen wegreißt, Halt und Orientierung verlieren lässt.

Christen bleiben vor Anfechtungen nicht verschont. Der Glaube an ein Ewiges Leben allein wäre da zum Leben zu wenig. Aber sie kennen einen Halt, gerade auch dann, wenn irdische Wunder ausbleiben. Sie kennen ein Wunder, das über menschliche Vernunft hinausgeht, der Glaube an ein Licht, dass auch dann scheint, wenn sie Finsternis umgibt und orientierungslos macht. In diesem Sinne sind auch die folgenden Verse gedacht:

Fragend und zweifelnd gehst Du Deinen Weg,
wer gibt Dir Antwort, ist Zuflucht und Steg?
Angst und Enttäuschung sie brechen sich Bahn,
und Hoffnung entschwindet in Kummer und Gram.

Wunder geschehen, an jedem Morgen.
Du kannst sie sehen, wenn Du an sie glaubst.

Zeit ist genug, doch was machst Du daraus?
Füllst sie mit Streit, Neid und Eitelkeit aus.
Lass Dich berühren von jedem Moment,
in dem Gott sein Licht in Dein Leben lenkt.

Wunder geschehen, an jedem Morgen.
Du kannst sie sehen, wenn Du an sie glaubst.

Wie jeder Grashalm selbst Steine durchbricht,
lenke Dein Herz auf des Schöpfers Licht,
das Dich mit nichts außer Liebe umhüllt
und Dich mit Leben und Kraft neu erfüllt.

Wunder geschehen, an jedem Morgen.
Du kannst sie sehen, wenn Du an sie glaubst.

Wer sucht wird finden, was er nie geglaubt,
so große Liebe, ein Glück, dem man traut,
weil es Dich loslöst von all Deiner Not
und überwindet Fluch, Jammer und Tod.

Wunder geschehen, an jedem Morgen.
Du kannst sie sehen, wenn Du an sie glaubst.

Bernd-Christoph Matern

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