SINGHOFEN/RHEIN-LAHN. (8. Januar 2011) Auch in Singhofen machten sich am Wochenende mehr als 40 Jungen und Mädchen als Sternsinger auf den Weg, um für einen guten Zweck ihre Spendenbüchsen zu füllen. „Kinder zeigen Stärke“ ist das Motto der diesjährigen Aktion überschrieben, an der sich unter dem Einrichdom in Singhofen seit Jahren sowohl katholische als auch evangelische Kinder und Jugendliche beteiligen. Auf Andere zugehen und sie um Hilfe bitten – das ist keine Frage der Konfession, damit machten die Sternsinger in Singhofen dem Motto religionsübergreifend alle Ehre.
Bevor die Kinder als Könige verkleidet ihr „C+M+B 2011“ (Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus) mit Kreide an den Haustüren hinterließen, sangen sie ihre fleißig einstudierten Lieder wie das „Stern über Bethlehem“. Süßes gab es als Lohn für die fleißigen Helfer, Bares für die Spendenbüchsen. In diesem Jahr rückt die Aktion behinderte Kinder in der Dritten Welt in den Blickpunkt.
Kambodscha, das Beispielland der 53. Aktion Dreikönigssingen, ist eines der ärmsten Länder der Welt und leidet immer noch unter den Folgen einer barbarischen Diktatur und eines Bürgerkriegs. Mangelernährung und eine schlechte Gesundheitsversorgung sind Ursache von Behinderungen – auch bei tausenden Kindern. Hinzu kommt das Problem der
aus dem Krieg übrig gebliebenen Landminen. Schon in der Vorbereitung auf die Sternsinger-Aktion lernten die Kinder viel über die Not ihrer Alterskameraden in Kambodscha.
Seit ihrem Start 1959 hat sich die Aktion Dreikönigssingen zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Mehr als 730 Millionen Euro wurden seither gesammelt, über 58.700 Projekte für benachteiligte Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt. Bei der 52. Aktion zum Jahresbeginn 2010 sammelten die Mädchen und Jungen aus 11.853 katholischen Pfarrgemeinden 40,6 Millionen Euro. Mit den Mitteln fördert die Aktion Dreikönigssingen weltweit Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Pastoral, Ernährung, soziale Integration und Rehabilitation sowie Nothilfe.
