Weltgebetstag 2016: Leben von Frauen in Kuba kennen lernen

thumb_1a-wgtvor300116alle_becrima-RHEIN-LAHN. (22. Februar 2016) Kuba steht in diesem Jahr im Mittelpunkt des Weltgebetstages am Freitag, 4. März. Im evangelischen Dekanat Nassauer Land gab es jetzt an drei Orten in ökumenischer Verbundenheit inspirierende Vorbereitungstreffen, die mit dem kommunistischen Land vertraut machten und jede Menge Anregungen für die Feiern in den evangelischen und katholischen Kirchengemeinden des Kreises lieferten, zu denen wieder mehrere tausend Besucher erwartet werden.

So konnte die Bildungsreferentin des evangelischen Dekanats Nassauer Land Claire Metzmacher allein in Braubach mehr als 50 Interessenten begrüßen, die sich in der Barbarakirche mit dem Thema vertraut machten.

thumb_1a-wgtvor300116bild_becrima-Als Bild mit hoher Symbolkraft erläuterte sie das von der jungen kubanischen Künstlerin Ruth Mariet Trueba Castro für den Weltgebetstag geschaffene Werk, das typisch kubanische Rundbögen zeigt sowie die Nationalfarben Blau für die drei Regionen, Weiß für die Freiheit und Rot für das Blut, das während der Unabhängigkeitskriege gegen Spanien vergossen wurde. Im Mittelpunkt die Hand einer weißen Frau, die die kleine eines Kindes hält und nach vorn geht, eine Aufforderung, offen zu sein für die Zukunft, wie es Kinder sind.

Christa Kolb, Margit Mohr und Bärbel Scheele boten als Touristinnen die ersten Eindrücke vom Leben der Menschen in Kuba: Kontaktfreude, schöne und sexy „aufgebrezelte“ junge Frauen, Männer mit Machogehabe, Stolz, Leidenschaft und Humor sowie die Freude an Geselligkeit, am Feiern und Tanzen standen da im Mittelpunkt.

Dass das mehr als 11 Millionen Einwohner zählende Land oft etwas verklärt dargestellt wird, obwohl es wirtschaftlich sehr arm ist und lange Zeit von Russland abhängig war und allenfalls als Exporteur von Zigarren und Rohrzucker für Rum bekannt ist, kam anschließend zur Sprache, als Claire Metzmacher mit Bildern die politische Entwicklung, Revolutionen und Probleme streifte, die es in dem Inselstaat trotz seiner paradiesischen Lage auch gibt.

„Nehmt Kinder auf und ihr nehmt mich auf!“ lautet das Motto des diesjährigen Weltgebetstages, das die heimischen Kirchengemeinden zeitgleich mit Christen rund um den Globus feiern. Was dieser Bibelvers für die Frauen in Kuba sowie im Rhein-Lahn-Kreis bedeuten kann, das diskutierten die Frauen in Braubach in vier Gruppen mit Eva Knöllinger-Acker von der katholischen Erwachsenenbildung und den Pfarrerinnen Yvonne Fischer, Silke Funk und Antje Müller. Und was wäre ein Weltgebetstag ohne die Musik, die für die Liturgie von den kubanischen Frauen ausgewählt wurde.

thumb_1a-wgtvor300116deko_becrima-Bettina Kemp studierte in begeisternder Manier zusammen mit Silke Funk an der Flöte einige Liedsätze ein, die vielfach von kubanischer Lebensfreude geprägt sind. Rhythmusinstrumente, wie sie auch in Kuba genutzt werden, kamen dabei ebenfalls zum Einsatz. In einer Mittagspause gab es schließlich noch leckere Gerichte zum Probieren, die das Küchenteam um Ursula Dietermann nach kubanischen Rezepten zubereitet und zum Büfett angerichtet hatte, von der kubanischen Suppe über leckeren Reis mit Bohnen bis hin zu die Geselligkeit fördernden Cocktails. Kreative Ideen zur Gestaltung von Altären in den Kirchen und den Böden in Gemeindehäusern mit Tüchern in den kubanischen Nationalfarben, mit Blüten und typisch kubanischen Gegenständen rundeten das Treffen ab. Bernd-Christoph Matern

Zum Foto:
Mehr als 50 Vertreter aus evangelischen und katholischen Kirchengemeinden holten sich in Braubach Anregungen und Ideen für die Gestaltung ihrer Weltgebetstage am 4. März. Fotos: Matern 

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