Manfred K?hn neuer Leiter evangelischer Regionalverwaltung

50-Jähriger leitet Einrichtung für Kirchengemeinden im Rhein-Lahn-Kreis und Westerwaldkreis

 thumb_einf Koehn2RHEIN-LAHN. Manfred Köhn aus St. Goarshausen ist am Wochenende während eines Neujahrsempfangs als neuer Leiter der evangelischen Regionalverwaltung Rhein-Lahn-Westerwald eingeführt worden. Der 50-Jährige steht als Nachfolger von Christel Meinecke 33 Mitarbeitern vor, die von Nassau aus unter anderem die Finanzen von 98 Kirchengemeinden und fünf Dekanaten im Rhein-Lahn-Kreis, Westerwaldkreis und Teilen Hessens verwalten.

Der Vorsitzende des Regionalverwaltungsverbandes, Pfarrer Eckhard Bahlmann, führte Köhn in sein Amt ein und erinnerte dabei an die Jahreslosung für 2007 „Gott spricht: Siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr’s denn nicht?“. Die heutige Zeit, die angesichts rückläufiger Mitgliederzahlen auch innerhalb der Kirche von mehr zweifelnden Fragezeichen als Antworten geprägt sei, komme der Situation des Volkes Israel sehr nah, dem die Jahreslosung zugesprochen wurde. Können Arbeitslosigkeit abgesenkt, innerer und äußerer Frieden bewahrt, Zukunft der Kinder gesichert und christliche Werte in einer globalen, multikulturellen Welt erhalten werden, fragte Bahlmann.

Schnell trauere man „guten alten Zeiten“ nach, auch in einer Einrichtung wie der Regionalverwaltung. Doch seit 2000 Jahren hätten Christen eine Zuversicht. „Wenn wir darauf sehen, brauchen wir nicht jammern und klagen, sondern können mitgestalten.“ Bahlmann wünschte Köhn aus diesem Glauben heraus Kraft und Ruhe für die neue Aufgabe und Mitarbeiter, die ihn dabei unterstützen. „Wir vom Vorstand möchten ihnen die Unterstützung gern geben.“ Gleiches versprachen auch die Mitarbeiter der Einrichtung.

Gute Wünsche für die neue Aufgabe erhielt Köhn vom Referenten für die Verwaltungs-Koordination der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Timo Keller, vom Landrat des Rhein-Lahn-Kreises, Günter Kern, dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde Nassau, Udo Rau und Petra Wischhof von der Mitarbeitervertretung des Hauses.

Köhn dankte den Rednern für die guten Wünsche und warf einen Blick auf die neuen Herausforderungen, denen sich die Regionalverwaltung zu stellen hat. Er betonte Dienstleistungscharakter und Kundenorientierung, die von einer Verwaltung heute zu leisten seien. „Dass aus dem Amt eine Verwaltung wurde, war mehr als eine Umfirmierung“, so Köhn. Wenn alles fließt, habe Statisches keine Chance. „Dazu braucht es motivierter und selbständiger Mitarbeiter.“ Die architektonische Offenheit der Regionalverwaltung mit seiner breiten Fensterfront erinnere daran, „dass wir unsere Arbeit für die Menschen machen, die da draußen leben“.

 Dietmar Köhler, stellvertretender Vorsitzender des Regionalverwaltungsverbandes Rhein-Lahn-Westerwald, lud die Anwesenden ein, Zeit und Raum für Gespräche zu nutzen, wovon die Anwesenden reichlich Gebrauch machten, um sowohl den neuen Leiter der Einrichtung kennen zu lernen als auch über die Gedanken zur Jahreslosung zu sprechen.

Manfred Köhn ist seit seiner Kindheit in der Heimatgemeinde St. Goarshausen kirchlich engagiert. Nach dem Studium der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften in Mainz, arbeitete er zunächst als selbstständiger Vermögensberater und kam dann über nebenamtliche Tätigkeiten in Kirchengemeinde und Dekanat auch als Verwaltungsleiter für Diakoniestationen 1998 zum damaligen Rentamt, bevor er ab dem Jahr 2000 dort fest angestellt wurde mit den Arbeitsschwerpunkten Diakoniestationen und Dienstvertragsangelegenheiten. Wenn es der Dienst mit Zahlen und Verträgen zulässt, beschäftigt sich Köhn in seiner Freizeit am Liebsten mit der Regionalgeschichte. Einige Jahre war er ehrenamtlicher Leiter des Stadtarchivs St. Goarshausen. (bcm)

 

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