Adventsstern ?ffnet in Bad Ems den Neuhoffnungsstollen

thumb_10-a-041209stollen1thumb_10-041209grubenlichtBAD EMS. (5.Dezember) In den Neuhoffnungsstollen an der Arzbacher Straße führte der Herrnhuter Stern die Besucher des lebendigen Bad Emser Adventskalenders am Barbaratag. Dabei erfuhren sie nicht nur Wissenswertes über die Bad Emser Bergbaugeschichte. Pfarrer Runfried Schuster wies auch auf die Bedeutung des Lichtes hin, auf das Christen in der Adventszeit warten und das ihnen neue Hoffnung schenkt.

Viel Arbeit hatten sich die Gastgeber der außergewöhnlichen Kalendertür gemacht. thumb_10-a-041209stollen2Für Schutz sorgten die ausgeteilten Helme, für Sicherheit beim Überqueren der Straße die freiwillige Feuerwehr und für Sicht und zudem adventliche Stimmung die Grubenlichter, die den Beginn des insgesamt 800 Meter langen Stollens beleuchteten. Der Vorsitzende der Bad Emser Arbeitsgemeinschaft Bahnen und Bergbau, Frank Girmann begrüßte die Besucher und dankte der Stadt, die die Öffnung im Rahmen des Kalenders erst ermöglicht hatte.

thumb_10-041209schneiderPfarrer Schuster erinnerte an das Leben und Sterben der Heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute. Die soll der Legende nach im Jahre 306 nach Christi Geburt aus Zorn darüber, dass sie Christin wurde, von ihrem Vater enthauptet worden sein. Der Pfarrer im Ruhestand erläuterte auch den Brauch, am Gedenktag für Barbara einen Zweig abzuschneiden, der dann an thumb_10-041209abtbarbaraWeihnachten blüht. Einen solchen bekamen die Kalenderbesucher mit auf ihren Heimweg. „Der Brauch spricht von unserer Sehnsucht nach dem Licht in der Nacht, von der Blüte in der Kälte“, so der Theologe.

In diesem Bewusstsein sangen die Besucher in dem Stollen, unter dem ein 893,11 Meter tiefer Schacht weitere 14 Stollen miteinander verbindet, das Lied „Alle Knospen springen auf“. Die Mitglieder der Bad Emser Arbeitsgemeinschaft Bahnen und Bergbau gaben einen Überblick über die blühende Geschichte des Erzabbaus in Bad Ems. Im Zweiten Weltkrieg diente der Neuhoffnungsstollen den Bürgern und den Schwestern der Friedenswarte als Luftschutzbunker.

Bergbau wurde vermutlich schon in römischer Zeit in Bad Ems betrieben. Erste schriftliche Zeugnisse stammen aus dem Jahr 1158. Im 18. Jahrhundert erlebte er mit Erfindung der Wasserkraft seine Blütezeit, bevor sich im März 1945 die Tore des Neuhoffnungsstollens für den Erzabbau endgültig schlossen. Bernd-Christoph Matern

Heute um 17.09 Uhr öffnen sich am lebendigen Adventskalender in Bad Ems die Türen zum Theater im Badhaus.

Einen Überblick über die Orte des Adventskalenders und die damit verbundene Spendenaktion für bedürftige Kinder und Jugendliche aus der Region gibt es hier.

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