RHEIN-LAHN/BURGSCHWALBACH. Mit seinen fast 1000 Jahren ist die evangelische Kirche in Burgschwalbach eine der ältesten im Rhein-Lahn-Kreis. Doch die Pflege des Gotteshauses ist teuer. Weil sich die Schiefertafeln lösen, wird schon lange über eine Renovierung nachgedacht. Jetzt wurde mit einer umfassenden Dachsanierung begonnen, für die die Kirchengemeinde allerdings 100000 Euro aus der eigenen Kasse aufbringen muss. Mit einer Werbekampagne soll genügend Geld für die Sanierung des Daches zusammengetragen werden, unter dem sich alle Bürger heimisch fühlen.
"Wir brauchen ein Dach" lautet das Motto, mit dem eine Arbeitsgruppe die Finanzierung des Projektes unterstützen möchte. Der Startschuss für die Werbekampagne fällt an diesem Wochenende mit einem Gemeindefest am Sonntag unter dem Motto „Wir brauchen ein Dach“.
Der Tag beginnt mit einem Gottesdienst um 11 Uhr, zu dem auch eine Kinderbetreuung angeboten wird. Um 12 Uhr wartet das Mittagessen auf die Festgäste, bevor ein buntes Programm Groß und Klein unterhält. Kaffee und Kuchen stehen dann am Nachmittag bereit, bevor das Fest um 15.30 Uhr mit einer Schluss-Andacht beendet wird.
Rund 300.000 Euro wird die Sanierung des etwa 500 Quadratmeter großen Daches verschlingen. Den Löwenanteil von 65 Prozent steuert die Landeskirche bei – den Rest die Kirchengemeinde. Das Gemeindefest soll einen sichtbaren Startpunkt für weitere Aktionen geben, die noch geplant sind. „Die Rücklagen allein reichen zur Finanzierung bei weitem nicht aus“, so Gemeindepfarrerin Melanie Schneider. Dankbar ist sie, dass auch die Ortsgemeinde bei dem Projekt zur Stelle ist und sich das Motto der Spendenwerbung „Wir brauchen ein Dach“ nicht nur auf die Kirchengemeinde beschränkt, sondern die ganze Dorfgemeinschaft unter „einem Dach“ lebt und auch gemeinsam handelt. (bcm)
