50 Jahre Kindern den Glauben vermittelt

thumb_kigo-abschied1FRÜCHT/NASSAU. Fast 50 Jahre ist es her, dass Christa Groß aus Frücht ihren Dienst als Kindergottesdienstmitarbeiterin in Nassau begann. Jetzt trat sie ihren ehrenamtlichen „Ruhestand“ vom Kindergottesdienst an. Christian Schröter und Gemeindepfarrer Martin Stock dankten Groß im Namen des evangelischen Kirchenvorstandes Frücht für ihr langjähriges Engagement.

„In den fünfziger Jahren kamen noch bis zu 80 Kinder in den Kindergottesdienst, der direkt im Anschluss an den Erwachsenengottesdienst in der evangelischen Kirche in Nassau stattfand“, erinnerte sich die Jubilarin bei ihrer Verabschiedung.

Nach dem Umzug nach Frücht 1974 übernahm sie dort bald die Leitung des Kindergottesdienstes im Wechsel mit ihrem Mann Helmut. Der betreute besonders anfangs sowie vor und nach den Geburten ihrer vier Kinder die Kinder der Früchter Kirchengemeinde. In Spitzenzeiten kamen damals mehr als 20 Kinder zu dem sonntäglichen Angebot. Und weil der Apfel nicht weit vom Stamm fällt, arbeitete ab 1985 auch Tochter Annette im Kindergottesdienst-Team mit, die nun den Kreis von der Mutter übernommen hat.

 Vor kurzem habe die Jubilarin noch einmal zusammen mit Tochter Annette den Kindergottesdienst gestaltet, als eine Visitationsgruppe aus Eppenrod zu Gast war. Was die Gruppe in ihren Bericht geschrieben hat, spreche Bände. „Wir empfanden die Atmosphäre während des Kindergottesdienstes als sehr angenehm. Die Kinder waren sehr interessiert und aufmerksam“, zitierte Stock. Christa Groß habe sich überall engagiert, wo es um die Vermittlung des biblischen Glaubens an Kinder ging, lobte Stock.

 Bei ProChrist für Kids habe sie das ebenso getan wie seit einigen Jahren mit dem Geschichtentelefon. Das überregional bekannte Angebot ermöglicht Kindern, per Telefon zum Ortstarif eine biblische Geschichte anhören zu können, die jede Woche wechselt. „Dafür hat Familie Groß extra einen ISDN-Anschluss zur Verfügung gestellt“, erklärte Gemeindepfarrer Stock. Mit 66 Jahren habe sich Christa Groß ihren Ruhestand wohl verdient, meinte der Pfarrer.

Prägend für ihr Engagement sei für sie ihre eigene Kindergottesdienstzeit gewesen, erinnerte sich Christa Groß an die Anfänge ihres Dienstes. Ohne Vater aufgewachsen, habe sie damals vom „himmlischen Vater“ hören dürfen. In der Obernhofer Klostermühle sei dann ihr Wunsch gereift, Jesus treu zu dienen. „Darin sind sie mit Gottes Hilfe ein Vorbild für andere geworden“, sagte Gemeindepfarrer Stock, als er Groß zusammen mit Kirchenvorstandsmitglied Christian Schröter als Dankeschön ein Geschenk und einen Blumenstrauß überreichte.

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