Dekanatssynode St. Goarshausen diskutiert Arbeitsthemen

thumb_1a-dsv-einfhrung261110aNIEDERWALLMENACH/RHEIN-LAHN. (29.November 2010) Der Propst für Südnassau, Dr. Sigurd Rink, hat in einem Gottesdienst am Wochenende den neuen Vorstand der evangelischen Dekanatssynode St. Goarshausen für sein Amt gesegnet. Der Dekanatssynodalvorstand (DSV) ist leitendes Gremium für die rund 17.000 Evangelischen im Dekanat. Anschließend blickte die Synode in ihrer Herbsttagung einen thematisch zurück auf die vergangenen sechs Jahre und diskutierte mögliche Themen für die jetzige Amtszeit.

thumb_1a-sygoh261110alleBevor er zusammen mit Dekan Mathias Moos die DSV-Mitglieder einführte, verwies Rink in seiner Predigt auf den Propheten Hiob und übertrug dessen Handeln auf das des im Frühjahr neu zusammengesetzten Gremiums. Recht zu sprechen und gerecht zu sein, sei nicht immer einfach, etwa wenn es um die Verteilung der Pfarrstellen geht. „Da werden sicher nicht die Wünsche jeder Gemeinde zu erfüllen sein“, so Rink. Wichtiger sei, dass sich jeder hinterher in seinen Wünschen berücksichtigt sieht und salomonisch geurteilt wurde.

Zweites Anliegen Hiobs sei die Gemeinschaftstreue gewesen, auch mit Fremden und Rechtlosen. „Ihr Auftrag ist es, sich nicht auseinandertreiben zu lassen, sondern Menschen zusammenzuführen“, sagte Rink und nannte die Außenwohneinheiten der Heime Scheuern in Nastätten als Beispiel, wo Diakonie gelebt werden könne. Schließlich werde von Hiob wie von der Kirche heute Zuverlässigkeit erwartet: Dazu zähle, Gottesdienste anzubieten, „auch wenn nicht immer alle hingehen“, und für die Menschen bei Kasualien wie Taufe, Trauung oder Beerdigung einfach nur erreichbar zu sein. „Ich glaube, dass das wichtiger ist als viele von uns meinen“, so der Propst.

thumb_1a-sygoh261110arbeitsgruppethumb_1a-sygoh261110gruppenIn der anschließenden Tagung der Synode im Gasthaus „Zur goldenen Sonne“ brachten sich die Mitglieder in Gruppenarbeiten auf den aktuellsten thematischen Stand über die Arbeit des Gremiums. Dort wurden die Tagungsthemen der vergangenen sechs Jahre in Erinnerung gerufen und darüber nachgedacht, was sich durch Beschlüsse spürbar verändert hat. Außerdem diskutierten die Synodalen Vorschläge, mit was sie sich in den nächsten sechs Jahren ihrer Amtszeit beschäftigen möchten.

Der übergemeindlichen Zusammenarbeit in den pfarramtlichen Räumen soll dabei aufgrund demografischer Entwicklung und zunehmenden Pfarrermangels Augenmerk geschenkt werden. Konzepte für eine kinder- und thumb_1a-sygohgruppenergebnisjugendfreundliche Entwicklung der Kirche, die abnehmende Zahl kirchlich Aktiver, die Seniorenarbeit außerhalb von Frauengruppen, Meinungsbildung über gesellschaftspolitische Themen sowie das Dekanat als programmatischer Ideengeber für die Kirchengemeinden wurden unter anderem als Arbeitsfelder der Synode angesprochen. Eine große Mehrheit zeigte sich auf die Frage von Präses Anja Gemmer bereit, die Tagung auf einen ganzen Tag auszuweiten, damit neben den verwaltungstechnischen Erfordernissen mehr Zeit für inhaltliche Auseinandersetzungen bleibt. Bernd-Christoph Matern

 

Bilderunterzeile (oben links):
Propst Dr. Sigurd Rink und Dekan Mathias Moos segneten Marion Klein (St. Goarshausen), Präses Anja Gemmer (Obertiefenbach), Dr. Ulrich Werner (Miehlen), Christa Breithaupt (Reitzenhain), Pfarrerin Nicole Wiehler (Gemmerich) und Pfarrer Armin Himmighofen (Niederwallmenach) für ihren Dienst im Vorstand der Dekanatssynode (von rechts). Fotos: Matern

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