Diezer Lichtbringer-Projekt hilft Familien in Ghana

thumb_1a-fdlichtbringer271115_becrima-DIEZ. (8. Dezember 2015) Mit einem Gottesdienst zum Thema Licht startete am Sonntag in der Jakobuskirche eine Spendenaktion, mit der die evangelische Kirchengemeinde Diez-Freiendiez und die Stiftskirchengemeinde in Diez gemeinsam um Unterstützung für Familien in Ghana werben. Bei der mit „Lichtbringer“ betitelten Aktion werden von den Spenden LED-Lampen gekauft, mit denen die Familien auf Petroleum verzichten können, bis sie so viel Geld gespart haben, dass sie sich eine eigene Lampe kaufen und die gespendete an andere Familien weitergeben können.

Dieses soziale Schneeball-System mache den Zusammenhang von Lebensstil, Umweltschutz und Verantwortung für das Allgemeinwohl anschaulich und begreifbar, sagte Kerstin Lüderitz im Gottesdienst zur Aktion. „Licht schenken, statt Licht zu verschwenden“, laute die Devise. „Es ist ein Projekt, das Menschen dazu anregt, die Adventszeit als Zeit der Umkehr und Neuorientierung zu begreifen, sich konkret mit dem eigenen Umgang mit Energie kritisch auseinanderzusetzen“, so Lüderitz.

Und es sei eine Spende, die ganz konkret etwas vom Licht des Advents in die Welt bringt, wie es in dem Adventslied „Tragt in die Welt nun ein Licht“ heißt. Ein kleines Licht der Hilfe aus Deutschland könne sich durch die Weitergabe der Geräte in Afrika multiplizieren. „Obwohl die Menschen so weit weg wohnen, bietet sich hier die Möglichkeit einer ganz persönlichen Gabe“, ergänzt Dekan Pfarrer Christian Dolke, was ihm an dieser Aktion besonders gefällt. Und Stiftskirchenpfarrer Ingo Lüderitz macht eine einfache Rechnung auf: „Wer eine Lichterkette für 15 Euro weniger kauft, um Baum oder Haus zu schmücken, kann durch das Projekt vielen Menschen helfen, die den Strom nicht als Schmuck, sondern zum Leben brauchen.“

Von den Spenden werden Solarlampen finanziert, die pro Stück etwa 15 Euro kosten. Diese werden kostenlos für drei Monate an arme Haushalte ohne Stromanschluss ausgeliehen. So können die Familien Geld ansparen, das sonst für Petroleum der Öllampen ausgegeben würde. Zusätzliches Geld wird gespart, wenn das Handy mit dem Solarpanel aufgeladen wird anstatt es im Geschäft für teures Geld zu laden. Nach drei Monaten werden die Leihlampen eingesammelt und wandern zur nächsten Familie. Eine mit Solarenergie gespeiste LED-Lampen kann an insgesamt etwa zehn Familien weitergereicht werden.

Ganz praktische und einleuchtende Gründe für das Projekt nannte Kerstin Lüderitz: „Es ist ein soziales Projekt zugunsten der Ärmsten der Armen“. Es komme der Umwelt zugute, da Petroleum durch Sonnenkraft ersetzt wird. Es sei ein Projekt, das der Gesundheit dient, da der Rauch der Petroleumflammen Augen und Atemwege schädigt. „Es ist außerdem ein Projekt, das Bildung fördert, da auch nach Sonnenuntergang gelesen und gelernt werden kann. Und es ist ein Projekt, das die wirtschaftliche Entwicklung fördert, da das durch Solarlampen eingesparte Geld vor Ort bleiben kann.“

Wer die Aktion Lichtbringer unterstützen möchte, erhält mehr Infos bei den beiden Kirchengemeinden oder kann eine Spende auf das Konto der Regionalverwaltung Rhein-Lahn-Westerwald einzahlen: Nassauische Sparkasse Nassau, IBAN DE58 5105 0015 0563 0067 22, Verwendungszweck: „Aktion Lichtbringer".

Zum Foto:
Stellten die Adventsaktion „Lichtbringer“ vor (von links): Dekan Pfarrer Christian Dolke, Pfarrerin Kerstin Lüderitz und Pfarrer Ingo Lüderitz. Foto: Matern 

Speichere in deinen Favoriten diesen permalink.

Kommentare sind geschlossen.