Ehe-F?hrerschein vor kirchlicher Trauung?

thumb_1skyline-schauspielRHEIN-LAHN/MIEHLEN. „EHE – es zu spät ist“ war das Thema des jüngsten Skyline-Gottesdienstes in Miehlen überschrieben. Mit Wort, Gesang und Schauspiel näherten sich die Macher des Skyline-Teams auf ebenso unterhaltsame wie nachdenkenswerte Weise dem Thema Ehekrisen. Mit drei typischen Ehe-Szenen begann der Nachmittag im evangelischen Gemeindehaus: Da war die junge Mutter, die sich nur noch für das Baby interessiert, aber nicht für das Berufsleben des Ehemannes, da waren Mann und Frau, die jeder für sich einen solch vollen Terminkalender hatten, dass jeder seine eigenen Wege geht und kaum Zeit fürs Miteinander bleibt, und schließlich zeigten die Schauspieler auf der Bühne ein Ehepaar, das sich beim gemeinsamen Abendessen im Restaurant anschweigt, während sich die Kommunikation auf Anweisungen für die Bedienung beschränkt.

thumb_1skyline-bandSzenen wie sie viele Paare kennen, erklärte Gemeindepfarrer Harald Peter Fischer den Besuchern, nachdem in einem Filmausschnitt zuvor noch zu sehen war, wie große Leidenschaft zwei Liebende zueinander führte. „Es gibt nichts Gutes in einem Miteinander, das ein ganzes Leben lang von selbst kommt“, so der Pfarrer. Das „Ja“ vor dem Traualtar dürfe eben nicht das Ende der Bemühungen um den Anderen sein, sondern erst der Beginn.

Fischer sprach sich für einen „Ehe-Führerschein“ aus und regte an, dass jedes trauwillige Paar erst an einem Ehe-Vorbereitungsseminar teilnehmen müsse, bevor es getraut wird; in Chicago habe er das kennen gelernt. Zwar werde er in der evangelischen Volkskirche wohl kaum Erfolg mit seinem Wunsch haben, aber „es würde mich trotzdem glücklich machen, bereits am Anfang einer Ehe an deren Erhalt mitzuwirken und nicht erst, wenn sie in die Brüche gegangen ist.“

thumb_1skyline-fischerNicht jede wie in den Szenen gezeigte Krise bedeute gleich eine Katastrophe. Man müsse rechtzeitig gegenlenken. Auch dafür gebe es Kurse. Und schließlich regte der Theologe an, den Kontakt zu Gott nicht nur am Traualtar sondern öfter zu pflegen. „Wer sich um das, was Gott zur Ehe sagt, nicht schert, kann auch keine Hilfe erwarten, wenn es zu spät ist.“ Viele Menschen beteten falsch. „Sie beten, dass sich der Partner verändern soll.“ Hilfreicher sei, sich an das Versprechen zu erinnern, für das Wohl des Anderen zu sorgen und sich eine Liste zu machen, was dem Partner gut tut.

Im Kreuzverhör bestand Gelegenheit, dem Pfarrer Fragen zu stellen. Die Skyline-Band trug mit geistlichen Liedern, aber auch mit aktuellen Popsongs über Liebesgefühle zur Einstimmung aufs Thema bei. Im Anschluss an den Gottesdienst bestand beim Imbiss ausreichend Gelegenheit, sich noch über das Thema auszutauschen.

Wer sich für Ehe-Seminare des „Teams F" interessiert, findet nähere Informationen im Internet unter www.team-f.de. (bcm)

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