Ehepaar Kunkler seit 25 Jahren mit Pflege der Friedenswarte verbunden

thumb_125jahrepflege150216_fotoprivatBAD EMS/RHEIN-LAHN. (18. Februar 2016) Für die meisten Pflegekräfte stellt ihr Beruf nicht nur einen Beruf sondern eben eine Berufung dar. Das gilt auch für Birgit und Klaus Kunkler aus Singhofen. Die Beiden wurden jetzt für ihren jeweils 25-jährigen Dienst für die Stiftung Friedenswarte in Bad Ems ausgezeichnet.

"Für mich stand schon als Kind fest, dass ich einmal in die Krankenpflege gehe“, erzählt Birgit Kunkler-Momberger, die auf 25 Dienstjahre in der „Friedenswarte Unterwegs“, dem ambulanten Dienst der Stiftung Diakoniewerk Friedenswarte, zurückblickt. Ihr Ehemann Klaus Kunkler, der ebenfalls sein 25 jähriges Dienstjubiläum in der ambulanten Pflege feierte, absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Metzger, bevor er nach einem Motorradunfall den Pflegeberuf ansteuerte, der in der Tätigkeit seines Vaters bereits familiär vorgezeichnet gewesen sei, wie er sich erinnerte.

Was die Beiden an ihrem Beruf fasziniert, sei die menschliche Beziehung zu den Patienten und deren Familien, die einen schon fast als Familienmitglied betrachteten. „Der Abschied von einem Patienten, den man jahrelang gepflegt hat, geht einem immer wieder sehr nahe“, sagt Birgit Kunkler-Momberger, „trotzdem bin ich sehr froh, wenn ich einen Patienten bis zum Schluss begleiten darf“, ergänzt Klaus Kunkler. Was sich in 25 Dienstjahren verändert habe, sei der große Raum, den die Dokumentation einnehme. Auch die Kämpfe mit den Krankenkassen um die Refinanzierung nähmen mitunter viel Kraft.

Dennoch komme ein anderer Beruf für sie beide nicht in Frage, obwohl die gemeinsamen Familienzeiten zu kurz kämen und auch für die Pflege von Freundschaften wegen der unterschiedlichen Arbeitszeiten etwas wenig Raum bleibe. „Wir betrachten es als Vorteil, dass wir beide in demselben Berufsbild tätig sind, so haben wir Verständnis füreinander und können uns über alles austauschen!“, resümiert Birgit Momberger. „Und es kommt viel Anerkennung und Dankbarkeit von unseren Patienten zurück“, ergänzt Klaus Kunkler.

„Wir sind stolz, mit dem Ehepaar Kunkler zwei langjährig erfahrene und verbundene Mitarbeiter in unseren Reihen zu haben, die unsere diakonischen Werte tagtäglich leben“, sagte Axel Urban, Vorstand der Stiftung Diakoniewerk Friedenswarte, als er den Beiden für ihren langjährigen Dienst dankte. Heute sei der Arbeitsmarkt flexibler geworden, viele Berufseinsteiger könnten sich gar nicht mehr vorstellen, ihr Leben lang in einem einzigen Betrieb zu bleiben, oder sie bekämen nicht die Chance dazu. Dadurch könne dem Unternehmen ein wichtiges Gut verloren gehen: Identifikation.

Aus diesem Grund lohne es sich, erfahrene Mitarbeiter zu halten und zu fördern. Erst recht, zumal der Fachkräftemangel in den vergangenen Jahren in zahlreichen Unternehmen Einzug gehalten habe. Urban: „Deshalb tragen eine gute Mitarbeiterpflege und eine hohe Ausbildungsquote dazu bei, die pflegerische Versorgung von bedürftigen Menschen sicherzustellen“. Dies könne auch junge Menschen motivieren, sich zu einer Ausbildung in einem Pflegeberuf zu entschließen, zumal es sich bei Pflegeberufen um ebenso anspruchsvolle wie vielseitige Berufsbilder handele.

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Verwaltungsdirektor Axel Urban gratuliert den Jubilaren Birgit Kunkler-Momberger und Klaus Kunkler im Namen der Stiftung Friedenswarte. Dem Dank und guten Wünschen schlossen sich außerdem an (von links): Pflegedienstleiterin Dorothea Brandstetter, der stellvertretende Verwaltungsdirektor Oliver Eggert und Stiftungsvorsteher Pfarrer Wilhelm Schmidt.

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