RHEIN-LAHN. Im Strategiepapier der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) mit dem Titel „Perspektive 2025“ heißt es unter anderem, dass im Jahre 2025 die Einnahmen aus so genannten Drittmitteln von zurzeit zehn Prozent auf das Doppelte, nämlich 20 Prozent steigen sollen – das entspricht einem Volumen von etwa 36 Millionen Euro. Was das für die Kirchengemeinden, Dekanate und kirchlichen Einrichtungen heißt, soll eine Fortbildungs-Tagung in Nastätten am Samstag, 16. Februar 2008 unter dem Motto „Geld und Kirche“ zeigen.
Dabei werden unterschiedliche Einnahmenquellen wie Stiftungen, Fördervereine oder Fundraising vorgestellt. Beispiele aus der Praxis von Kirchengemeinden und Dekanaten werden präsentiert. Wir werden weniger als bisher Gelder aus den Kirchensteuereinnahmen zur Verfügung haben und sollen selbst für weitere Einnahmequellen sorgen. Dafür gibt es bereits jetzt eine Vielzahl von Ideen und praktischen Vorbildern und es lohnt sich, darauf einen Blick zu werfen.
Fördervereine, Stiftungen, Spendeneinnahmen, Fördergelder, Zuschüsse, Sponsoring, Fundraising – das alles sind Begriffe in diesem Zusammenhang. Vielfältige Erfahrungen gibt es auch in unserer Region – sei es die Finanzierung der neuen Pfeifenorgel in Dausenau, die durch Spenden ermöglichte Turmbeleuchtung in Nassau, Fördervereine zum Beispiel der Heime Scheuern oder der Kirchenmusik im Dekanat St. Goarshausen. Auf der anderen Seite gibt es auch Kirchenvorsteher und Kirchenvorsteherinnen, denen diese finanziellen Dinge bisher ein Buch mit sieben Siegeln sind.
Wer weiß zum Beispiel, dass man auch für Vortragsabende in der Kirchengemeinde finanzielle Zuschüsse bekommen kann? Dies und mehr wird Thema der Fortbildungstagung sein, die die Arbeitsgemeinschaft Rhein-Lahn für Erwachsenenbildung im Februar des nächsten Jahres anbietet. Das Programm wird zurzeit vorbereitet. Unter anderem wird Angelika Vasold vom Büro für Fundraising und Sponsoring der EKHN in Darmstadt einen einführenden Vortrag halten.
Danach haben die Besucher die Gelegenheit, in Arbeitsgruppen und Workshops von ganz konkreten Beispielen für gelungenes kreatives „Fundraising“ aus dem Rhein-Lahn-Kreis zu erfahren. Menschen aus verschiedenen Projekten aus unserer Region berichten über ihre Vorgehensweise, ihre Strategien, ihre Ideen und deren Umsetzung. Davon kann man lernen: manches könnte man im eigenen kirchlichen Umfeld vielleicht auch mal probieren. Erfahrungsaustausch, Informationen, Beratung, das sind die Ziele der Veranstaltung, zu der Sie bereits jetzt herzlich eingeladen sind. Claire Metzmacher
Für weitere Informationen steht Bildungsreferentin Claire Metzmacher bereit unter Telefon 06772/962364 oder per E-mail: cmetzmacher@evkirche.de.
Infoblatt zum downloaden.
