RHEIN-LAHN/BRAUBACH. Im Rahmen des feierlichen Erntedank-Gottesdienstes in der Markuskirche in Braubach wurde das Stiftungsbuch der Stiftung „Gute Saat“ vorgestellt. Die Stiftung wurde 2006 gegründet und soll Kapital sammeln, damit auch in Zeiten finanzieller Engpässe, wie sie für die Kirchengemeinden drohen, geistliches Leben aus Zinsen gefördert werden kann. Erfreulicherweise wächst die Stiftung seit ihrer Gründung und bereits jetzt könnten Früchte (Zinsen) geerntet werden, so Horst Oltersdorf, Vorsitzender des Stiftungs-Kuratoriums.
Das Stiftungsbuch wurde von Erich Senz aus Braubach grafisch und künstlerisch gestaltet. Die Urkundenseiten zeigen stilisiert das Logo der Stiftung. Nach den Überlegungen zur Gründung der Stiftung, die maßgeblich vom Kirchenvorstand angestoßen wurden und im Buch noch einmal zusammengefasst sind, zeigen die Urkunden die Namen und Geburtsjahre der Gründungsstifter in alphabetischer Reihenfolge, während die Zustifter zeitlich geordnet sind. Alle Namen wurden von Erich Senz kalligraphisch auf Urkundeseiten eingetragen, wobei er diese wichtige Arbeit für die Stiftung unentgeltlich geleistet hat.
Der 85-jährige Senz habe so als Zustifter mit dem Stifterbuch gleich in doppelter Weise seine Spuren für spätere Generationen hinterlassen, so Oltersdorf. Im Rahmen des Erntedank-Gottesdienstes erklärten Sonja Schechter als junge Stifterin und Erich Senz als älterer Stifter, wie ihnen der Stiftungsgedanke begegnet ist und warum sie trotz der hohen finanziellen Hürde Stifter geworden sind. Im Fürbitte-Gebet dankten die Beiden allen, die sich für die Stiftung engagieren, Stifterinnen und Stiftern, dem Kirchenvorstand, den Spendern und „unserem Herrn, der dies alles mit Segen begleitet hat“. In diesen Zusammenhang war es eine glückliche Fügung, dass zur Vorstellung des Stifterbuches eine namhafte Spende der Volksbank Rhein-Lahn einging, so Horst Oltersdorf.
Das Kuratorium habe für 2006 und 2007 beschlossen, dass alle Spenden und die Kapitalzinsen dem Stiftungskapital zufließen sollen. Für das Jahr 2008 ist angedacht, dass die Stiftung aus den Kapitalerträgen ein überschaubares Projekt finanziert, um der Gemeinde beispielhaft zu verdeutlichen, was der Sinn der Stiftung ist.
Im Anschluss an den Erntedank-Gottesdienst fand die gut besuchte erste Stiftungsversammlung statt, in der berichtet wurde, dass das Stiftungskapital bereits so angewachsen ist, dass im Jahre 2008 etwa 2500 Euro Zinsen erwartet werden können. Das Kuratorium dankte allen, die die Stiftung bisher unterstützt haben und bat die gedeihliche Entwicklung der Stiftung in die Gebete einzuschließen.
