Initiative 55 plus-minus: Mit 35 Projekten startet Bildungsjahr

thumb_1Programmheftthumb_1i55programm3RHEIN-LAHN/WEISEL. 35 Projekte stark ist das Jahresprogramm 2007/2008 der Initiative 55 plus-minus im evangelischen Dekanat St. Goarshausen. In Weisel stellten Projektbetreuer und Sprecher Dieter Zorbach den Verbandsgemeinde-Bürgermeistern Dieter Clasen (Loreley) und Raimund Friesenhahn (Nastätten) sowie dem Leiter der Leitstelle Bürgergesellschaft und Ehrenamt der rheinland-pfälzischen Staatskanzlei, Dr. Frank Heuberger, das neue Programmheft vor. Dessen Palette reicht von unterschiedlichsten Gesprächskreisen über Sprach-, Computer-, Koch-, und Schreibkurse sowie viele kreative Gruppen bis hin zum Singletreff im reifen Alter.

thumb_1i55programm4klEine der Gruppen, die sich erst im April zusammenfand, eröffnete die Präsentation: „Musik machen – mit Freu(n)den)“, ein hör- und sichtbares Beispiel für das Erfolgsrezept der Initiative. „Die Leute haben letztes Jahr noch nichts voneinander gewusst“, so Dieter Zorbach. Aus einer einzelnen Idee wurde ein zwölfköpfiges Ensemble. „Gemeinsam aktiv werden“, unter diesem Motto habe die Initiative im April 2004 begonnen.

thumb_1i55programm5Das Motto sei gleich geblieben, die Teilnehmerzahl stark gewachsen, demonstrierte Zorbach anschaulich an einer Tabelle: von 494 Teilnehmern bei 49 Veranstaltungen in 2005 auf zuletzt 1741 Teilnehmer bei 163 Veranstaltungen. Die anfangs sechs Projekte wuchsen über 14 in 2006 und 26 in 2007 auf nunmehr 35 für die kommende Saison an. Die Teilnehmer im Alter zwischen 42 und 89 Jahren kommen aus den Verbandsgemeinden Nastätten, Loreley, Bad Ems, Nassau, Braubach sowie aus Hessen und St. Goar.

thumb_1i55heuberger4,5 Milliarden Stunden würden bundesweit ehrenamtlich geleistet, erklärte Dr. Frank Heuberger in seinem Referat über das bürgerschaftliche Engagement im besten Alter des Lebens. Allein in Rheinland-Pfalz seien mit einer Million Menschen 40 Prozent der Bevölkerung ehrenamtlich aktiv, die zweitbeste Engagement-Quote bundesweit. Während in den 50er und 60er Jahren das Helfen und caritative Gründe fürs Ehrenamt motivierten, engagierten sich heute – vor allem junge Leute – projektorientiert und auch, um eigene Fähigkeiten und Kompetenzen zu erweitern. Heuberger verwies auf die Möglichkeit, sich das Ehrenamt ab 80 Stunden pro Jahr vom Land zertifizieren zu lassen sowie auf den Ehrenamtstag im nächsten Jahr in Diez, der auch der Initiative ein Forum biete.

Weisels Gemeindepfarrerin Annette Seifert hatte auf die kleinen Schritte verwiesen, mit denen die Initiative begonnen habe und bat darum, die Talente anderer Menschen entdecken und bewundern zu lernen. „Es gibt viele, die im stillen Kämmerlein vor sich hinwerkeln und sich nicht kennen“, sagte Bürgermeister Dieter Clasen (Verbandsgemeinde Loreley). „Die Initiative ist eine der besten Arten, wie man weiterhin gemeinschaftlich aktiv bleiben und im Leben stehen kann“, so Clasen. Auch der Gedanke, bestehenden Gruppen und Vereinen keine Konkurrenz zu machen, sondern projektorientiert aktiv zu werden, sei für den Erfolg verantwortlich.

So wie Zorbach der Realschule zum guten Ruf verholfen habe, packe er auch jetzt die Initiative an, erklärte Bürgermeister Raimund Friesenhahn (Verbandsgemeinde Nastätten). Er dankte der evangelischen Kirche für die Unterstützung dieser klassischen Seniorenarbeit und sagte auch von Seiten der Verbandsgemeinde weitere Förderung zu, „auch im Hinblick auf die zunehmende Zahl von Menschen, die es gilt, vor Vereinsamung zu bewahren oder aus ihr herauszuholen“.

Das neue Programm der Initiative 55 plus-minus im evangelischen Dekanat St. Goarshausen liegt in vielen öffentlichen Einrichtungen aus oder kann angefordert werden bei der Initiative telefonisch unter 06771/94974, per E-Mail info@i55plusminus.de oder ist im Internet abrufbar unter www.i55plusminus.de. (bcm)

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