MIEHLEN/RHEIN-LAHN. (11. Dezember 2015) Das Thema Kirche stand im Mittelpunkt des jüngsten Jugendgottesdienstes „HeavenUp“ in Miehlen. Die Organisatoren aus den evangelischen Dekanaten Nassau und St. Goarshausen hatten dazu eine bunte Mischung aus Information, Unterhaltung, Predigt und Livemusik ins bestens gefüllte Haus der Evangelischen Gemeinschaft gezaubert.
Daumen hoch oder Daumen runter für die Kirche? Die Frage griffen die fantasievollen Filmemacher in ihrem Video auf, mit dem aufs Thema eingestimmt wurde. Viel Symbolik prägte den kurzweiligen Streifen, der Kirche in tristem Schwarz-Weiß und in lebendiger Farbe beleuchtete. Da wurde im Gotteshaus getanzt und mit dem Ball gespielt als Sinnbild der Lebensfreude und wie im vertrauten und Geborgenheit schenkenden Zuhause auf der Couch gab es in den Kirchenbänken Kartoffel-Chips zum Knabbern.
Für gute Stimmung im Jugendgottesdienst selbst sorgte diesmal die Praiseband der freien evangelischen Gemeinde Koblenz mit ihrem tollen Sound und bewegenden Songs, die auch zum Mitsingen animierten. „Die Ortsgemeinde ist die Hoffnung der Welt“ lautete ein anderer Video-Einspieler von Willow Creek, mit dem Prediger Maik Sommer seine Gedanken einleitete. Sport, Schnitzel, Familie und Jesus seien seine vier Leidenschaften, ließ er die jungen Zuhörer wissen, bevor er den Begriff „Kirche“ in seinen unterschiedlichen Bedeutungen definierte, vom reinen Gebäude über die Institution bis hin zur Gemeinschaft von Gläubigen.
Dabei animierte der Jugendpastor aus Cochem zu einem hoffnungsvollen Perspektivwechsel und Mut zu Veränderungen in der Kirche aufzubringen, um Gemeinde nach ihren Vorstellungen lebendig zu halten. Am Ende war der gesamte Abend ein Plädoyer dafür, dass Kirche nur von denen verändert werden kann, die mitmachen.
Auch Gutes wurde mit dem Jugendgottesdienst wieder unterstützt. Unter dem Motto „HeavenUp hilft“ kam die Kollekte dem Diezer Willkommenskreis zugute. Friedhelm Hahn erläuterte die vielfältige Arbeit des Kreises, der Flüchtlingen auf unterschiedlichste Weise von Sprachkursen über Behördengänge bis zu gemeinsamen Frühstücken und Unternehmungen bei der Integration in Deutschland hilft. Bernd-Christoph Matern
