Im Café International stand der Friede im Mittelpunkt

thumb_1a-lanae171215licht00_becrima-NASTÄTTEN. (20. Dezember 2015) Vor dem Café International in Nastätten leuchtete in dieser Woche noch einmal der Herrnhuter Stern, Erkennungszeichen des lebendigen Adventskalenders in Nastätten. Ein Wort prägte die besinnliche halbe Stunde, die vom Kalenderteam der evangelischen und der katholischen Kirchengemeinde gestaltet wurde: Friede.

Neben dem Singen adventlicher Lieder stellte Pfarrerin Anne-Bärbel Ruf-Körver dem ökumenischen Flüchtlingskreis die Weihnachtsgeschichte in Bildern vor, erinnerte an die Parallelen von Maria und Josef, die keinen Platz fanden und später wie die Flüchtlinge heute vor Verfolgung flüchten mussten.

Sehr anschaulich verbreitete sich die Friedensbotschaft von Weihnachten im Café: Das Wort Friede war in unterschiedlichsten Sprachen auf Tafeln geschrieben. Wie es etwa in aramäisch, arabisch, somalisch, mazedonisch oder armenisch, aber auch französisch und italienisch richtig ausgesprochen wird, machten Anwesende aus den vielen Nationen vor, und das ganze Café sprach es nach.

Großen Applaus erhielt die zehnjährige Ranim, als sie zusammen mit Raimund Krämer am Klavier und assistiert von Werner Schleicher, Mitbegründer der Willkommensgruppe und Kolping-Vorsitzender Nastättens, in bestem Deutsch das Lied „In der Weihnachtsbäckerei“ anstimmte, und das, obwohl sie erst vor anderthalb Jahren aus Syrien nach Deutschland flüchtete und seitdem die Grundschule besucht.

Zu Frieden und Stille animierten auch die im Dunkeln leuchtenden Kerzenlichter, die Groß und Klein im Saal mit den Nachbarn als Symbol gegenseitigen Verständnisses austauschten. Bernd-Christoph Matern

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