Lebendige Adventsaktionen bescheren Besinnung und Besinnliches

thumb_1tuerenoeffnenfeature_co-becrima-NASSAU. (4. Dezember 2015) „Macht hoch die Tür“ klang es zu Beginn der Woche im stimmungsvollen Eingangsbereich des Hauses „puraVita“ in der Emser Straße in Nassau. Die Wohnanlage für psychisch erkrankte Menschen war Auftaktstation für den lebendigen Adventskalender, zu dem in dieser Woche wieder die evangelische und die katholische Kirchengemeinde zu offenen Türen an unterschiedlichen Stellen der Freiherr-vom-Stein-Stadt eingeladen hatten.

Marlies Engels hatte um den Herrnhuter Stern als leuchtendes Erkennungszeichen der Aktion viele Besucher geschart, die dort von Elena Kettler, der Leiterin der Einrichtung, sowie von Team und Bewohnern herzlich empfangen wurden. Vor dreieinhalb Jahren thumb_1a-lana301115_becrima-bezog der Träger in der Eingliederungshilfe die Räume des einstigen Nassauer Krankenhauses. Derzeit begleitet dort ein Team unterschiedlicher Professionen von Heilerziehungspflegern, Erziehern und Sozialarbeitern bis zu Krankenpflegern und Ergotherapeuten knapp 40 Personen, ihren Lebensalltag zu bewältigen.

Mit Gitarre und Akkordeon wurden adventliche Weisen angestimmt, bevor Gebäck und Getränke die Kalendergäste zum Zugreifen animierten. Mit einem Gedicht von Conrad Ferdinand Meyer erinnerte an Anneliese Walldorf an das vergebliche Klopfen eines müden Wanderers an der Tür, die verschlossen bleibt anstatt aufgemacht zu werden. Damit wurde auch an den diesjährigen Spendenzweck der Adventsaktion hingewiesen. Sie soll den Sprachkursen der ökumenischen Flüchtlingsinitiative zugutekommen.

Im Laufe der Woche folgten mit der Firma CHG Gross, der Schloßapotheke und gestern Abend dem Eine-Welt-Laden weitere interessante Plätze, an denen an den Grund der Adventszeit erinnert wurde. Eine abendliche Führung durch die Produktionshallen erlebten die Kalenderbesucher beispielsweise in der Firma CHG Gross in der Laach. thumb_1a-lana011215chgwerk01_becrima-Anfang des 20. Jahrhunderts wurde es im Erzgebirge gegründet, ließ sich nach der Enteignung durch die russische Besatzungsmacht 1958 in Nassau nieder aufgrund freundschaftlicher Beziehungen zu den ebenfalls dort angesiedelten Leifheit-Werken, wie Firmenchef Christian Gross berichtete. Franz-Joseph Kurth führte durch das Werk, das täglich rund 30.000 Produkte verlässt. Gerade in der Nachtschicht sind dabei auch modernste Roboter im Einsatz.

„Ein kleines Licht anzuzünden ist besser, als immer nur die Dunkelheit zu beklagen“, sagte Matthias Metzmacher, Pfarrer für gesellschaftliche Verantwortung der evangelischen Kirche Rhein-Lahn, im Eine-Welt-Laden in Nassau. Dort kümmern sich acht feste und vier Springer ehrenamtlich, dass die Türen täglich von 9.30 Uhr bis 12 Uhr und thumb_1a-lana031215aussen_becrima-von 14.30 Uhr bis 18 Uhr geöffnet sind (samstags nur bis 12 Uhr). Nicht nur der Verkauf fair gehandelter Produkte ist dem Verein wichtig. „Wir informieren uns auch über die Verhältnisse, unter denen die Waren produziert werden“, sagte Vorsitzender Dr. Christoph Froehlich und machte anhand  der Kakaoproduktion deutlich, wie allein in Westafrika zwei Millionen Kinder schuften müssen, damit sich Menschen in den Industrienationen an Luxusprodukten wie Schokolade erfreuen. Es bedürfe eines Weltwirtschaftssystems, das sich nicht am Vermehren von Geld, sondern an den Bedürfnissen von Menschen ausgerichtet ist. Mit besserem Gewissen durften die Kalenderbesucher in die Schokolade beißen, die der Laden den Kalendergästen kredenzte. Bewegend war ein Dankesbrief aus Peru, den Froehlich vorlas. Dort unterstützt der Eine-Welt-Verein mit denen in Bad Ems und Katzenelnbogen ein Projekt zur Bildung und Grundversorgung von Straßenkindern in Peru.

Am morgigen Samstag, 5. Dezember, ist der lebendige Adventskalender Gast des Nassauer Adventsmarktes auf dem Marktplatz. Die Abschlussgottesdienste beginnen am Sonntag, 6. Dezember um 10.15 Uhr in der evangelischen und um 10.30 Uhr in der katholischen Kirche. In letzterer werden um 11.30 Uhr auch die während der Aktion gesammelten Spenden überreicht. Bernd-Christoph Matern

Nastättener Kalender führt zu besinnlichen Treffen 

thumb_1a-lanae011215kreis_becrima-NASTÄTTEN. (4. Dezember 2015) In Nastätten war es das Seniorenzentrum der Paulinenstiftung, wo der lebendige Adventskalender der evangelischen und der katholischen Kirchengemeinde erstmals eine Tür öffnete. Dort gab es eine ganz entzückende Premiere zu erleben: Kinder des Teams führten eine leuchtende Lucia-Prozession vor, und die Erwachsenen erklärten, was es mit diesem aus Skandinavien stammenden Fest auf sich hat, das am 13. Dezember gefeiert wird. „Tragt in die Welt nun ein Licht“, passte als Adventslied ganz besonders gut zu der Vorführung.

Es folgten Treffen vor den schön geschmückten Fenstern von Privathäusern. Eine Übersicht mit den nächsten Terminen bis zum 19. Dezember finden Sie hier

Adventskranz lockt in Ludwig's Hof nach Miehlen 

thumb_1a-ak051215schild_becrima-MIEHLEN. (25. November 2015) Treffpunkt Adventskranz heißt es wieder in Miehlen in Ludwigs's Hof an den vier Adventssamstagen. Rund um das Einläuten des Sonntags erwartet die Besucher jeweils um 16.50 Uhr Gesang, Musik und Geschichten. Die Treffen beginnen damit, dass am überdimensionalen Adventkranz die entsprechenden Lichter angezündet werden.

Am vergangenen Samstag war es der evangelische Kirchenchor Miehlen unter Leitung von Bernd-Christoph Matern, der mit seinen Weisen ein Stück Vorfreude aufs Fest weckte. Geschichten von Gaby Bindczeck rundeten die besinnliche halbe Stunde ab. Noch zweimal wird in dem stilvollen Ambiente eine Kerze thumb_1a-mak14hofviele_becrima-angezündet: Am 12. Dezember mit der Chorgemeinschaft Obertiefenbach/Bettendorf und am 19. Dezember mit dem Posaunenchor Lierschied. Bei Glühwein, Waffeln und anderen kleinen von den Landfrauen kredenzten Leckereien und guten Gesprächen können die Gäste ganz entspannt den Zauber der Adventszeit auf sich wirken lassen.

Geöffnet ist der Hof jeweils ab 16.30 Uhr. Der Reinerlös kommt in diesem Jahr der Tafel des Diakonischen Werkes Rhein-Lahn in Nastätten zugute.  

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