RHEIN-LAHN/BAD VILBEL. „Lust auf Gemeinde“ war die erste Ideen-Messe in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) in Bad Vilbel überschrieben. Auch Aussteller und Besucher aus den drei evangelischen Dekanaten an Rhein und Lahn nutzten den Austausch, um sich Anregungen für die Arbeit in den eigenen Kirchengemeinden zu holen oder um besondere Ideen weiterzugeben. Fast 50 Gemeinden präsentierten sich im Kultur- und Sportforum Bad Vilbel mit ideenreichen Projekten. So stellten unter anderem die Jugendreferenten der Dekanate St. Goarshausen und Nassau, Andreas Kleemann und Andreas Barth, das Konzept der Jugendgottesdienste „Heaven Up“ vor.
Das „Wir“ neu zu entdecken, dazu rief der Tübinger Theologieprofessor Hans-Joachim Eckstein in einem Impulsreferat zu Beginn des Kongresses auf. Kirche bestehe aus einem Leib, da könne das Ohr nicht neidisch auf die Zunge sein. „Es geht nicht um Wichtigkeit, sondern um Wesentlichkeit – das macht die Glieder aus“, so Eckstein. In den Kirchengemeinden müssten die Gaben des Einzelnen und Aufgaben neu entdeckt werden und nicht nach dem Motto verteilt werden, einen Deckel für den Topf zu finden. „Nur wenn die Kirche Gaben des Einzelnen neu entdeckt, dann wird eine Gemeinde neue Impulse bekommen.
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Von denen gab es während eines Marktes der Möglichkeiten reichlich. „Vater-Kind-Wochenenden“, ein Luther-Nachmittag am Reformationsfest für Kinder, eine Website mit dem Titel „playmo-bibel“ oder der „KinderGemeindeBrief“ waren Beispiele, die nun vielleicht auch in anderen Gemeinden der Landeskirche Schule machen. „Wo Kreatives und Schönes gemacht wird, zielt es darauf, dass andere es abgucken.“, erklärte Kirchenpräsident Prof. Dr. Peter Steinacker, der erstmals einen Innovationspreis der EKHN verlieh.
Neben den Messeständen gab es auch eine Reihe von Foren, bei denen die Referenten zu bestimmten Themenbereichen Denkanstöße für neue Methoden der Gemeindearbeit gaben.
Mehr Informationen zur Ideen-Messe „Lust auf Gemeinde“ gibt es im Internet unter www.lust-auf-gemeinde.de.
