Spendenbrief-Idee f?r Kindergarten Katzenelnbogen ausgezeichnet

thumb_10-a-gewinnps09-die_sindKATZENELNBOGEN/WIESBADEN. (14.Dezember) Gute Ideen, Sponsoren zu finden, sind angesichts leerer öffentlicher Kassen heute gefragter denn je. In Klingelbach hatte Pfarrer Jürgen Wieczorek jetzt doppelt Grund zur Freude. Seine Idee, um Spenden für die evangelische Kindertagesstätte in Katzenelnbogen zu finden, brachte obendrein 2000 zusätzliche Euro ein. Die „Aktion 1/12“ des Fördervereins wurde von der Stiftung Diakoniegemeinschaft Paulinenstift in Wiesbaden mit einem Hauptpreis bedacht.

Die Gewinnsumme von insgesamt 6000 Euro für den so genannten „Besten Spendenbrief“ wurde unter den drei Gewinnern gleichmäßig aufgeteilt. „Damit thumb_10-paulinenstiftung301109allehätte ich nicht gerechnet“, freute sich Wieczorek, als ihm jetzt in Wiesbaden die vom Vorsitzenden des Stiftungsrates Dr. Dietrich Schnellbach und dem Vorsitzenden des Stiftungsvorstandes Kristian Brinkmann unterzeichnete Siegerurkunde und ein Spendenscheck in Höhe von 2000 Euro überreicht wurden.

Vor einem Jahr hatten die „Freunde und Förderer für einen sprießenden Garten für Kinder“ in einem Flugblatt zur Teilnahme an der „Aktion 1/12“ aufgerufen. Die Idee dabei: Durch die in Rheinland-Pfalz sukzessive wegfallenden Elternbeiträge für den Besuch des Kindergartens, sparen Eltern seit September 2008 diese Beträge. „Wenn Sie 1/12 ihrer jährlichen Ersparnis dem Förderverein zukommen lassen, dann sparen Sie immer noch und können doch einen Riesenbeitrag zur Förderung Ihrer und unserer Kinder beitragen“, hieß es in dem Flyer. „Bei nur 60 Eltern, die dabei mitmachen, könnte zum Beispiel bereits eine zusätzliche 400-Euro-Kraft beschäftigt werden“, rechnet Wieczorek vor.

Dieses Ziel konnte bislang zwar noch nicht erreicht werden, trotzdem hatte der Spendenaufruf ein positives Echo. „Es haben sich daraufhin eine Reihe von Einzelspendern gefunden“, erzählt der Pfarrer. „Die Leute geben doch gern und auch höhere Summen, wenn sie wissen, für was konkret das Geld eingesetzt wird.“ Und auch kleinere Beträge können für die Kinder Gold wert sein. So kostet die Mitgliedschaft im Förderverein nur einen Mindestbeitrag von einem Euro pro Monat. „Es wäre schön, wenn wir da noch mehr Zulauf hätten“ wünschen sich Wieczorek und die Leiterin der rund 100 Kinder zählenden Kindertagesstätte Ingeborg Heuser.

Dass es auch weiterhin Anschaffungen geben wird, die zwar sehr wünschenswert, aus dem laufenden Haushalt aber nicht finanzierbar sind, daran haben Beide keinen Zweifel. Derzeit ist die Einrichtung durch Anbau und Sanierung seit April noch eine Großbaustelle. „Aber wenn die Handwerker abgezogen sind, wird es am Außengelände einiges zu tun geben, das doch sehr in Mitleidenschaft gezogen wurde“, so Heuser.

Für Pfarrer Wieczorek wäre es wünschenswert, wenn der Gewinn der Paulinenstiftung dann in die Anlage eines Wasserspiele- und Sinnenparcours einfließen könnte. Von einem ist der Theologe fest überzeugt: „Die Grundlagen für Hilfsbereitschaft, eben das diakonische Handeln, die werden bereits im Kindesalter gelegt.“ Deshalb sei jeder in den Kindergarten investierte Euro eine Investition in einen kinder- und familienfreundlichen Einrich, in dem auch künftig die Menschen hilfsbereit und respektvoll miteinander umgehen. Bernd-Christoph Matern

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