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RHEIN-LAHN/KOBENZ. (25. April 2016) In diesem Jahr feiert die Telefonseelsorge Mittelrhein ihr 50-jähriges Bestehen. Wie schon in ihrer Anfangszeit ist sie noch immer in der ganzen Region Koblenz rund um die Uhr erreichbar und hat offene Ohren für die Nöte und Sorgen der Anrufenden.
Im Jahr 1965 gründeten einige interessierte und engagierte Laien um den evangelischen Pfarrer Günter Schlawjinski (1913-2008) den „Telefonseelsorge Koblenz e.V.“, der es sich zur Aufgabe machte, einen ehrenamtlichen telefonischen Notrufdienst in und für Koblenz und die Region einzurichten. Im Herbst 1966 – rund zehn Jahre nach der Einrichtung der ersten Telefonseelsorge in Deutschland (in Berlin) – war es schließlich so weit: Die „Telefonseelsorge Koblenz“ ging ans Netz, und eine Handvoll engagierter Ehrenamtler ging an das eigens dafür eingerichtete Notruf-Telefon, wann immer es klingelte, um den Nöten und Sorgen der Anrufenden ein offenes Ohr zu schenken.
Nach einigen Jahren stiegen die evangelische und die katholische Kirche „mit ins Boot“ und ermöglichten der Telefonseelsorge Koblenz fachlich fundierte Aus- und Weiterbildung der ehrenamtlich Mitarbeitenden und leisteten finanzielle Unterstützung. Denn guter Rat ist bekanntlich teuer und bedarf professioneller Rahmenbedingungen und technischer Ausrüstung.
Mittlerweile arbeitet die Telefonseelsorge Mittelrhein in gemeinsamer Trägerschaft von Evangelischem Kirchenkreis Koblenz, Bistum Trier und „Telefonseelsorge Mittelrhein e.V.“ als Teil des Netzwerks der Telefonseelsorge in Deutschland und im Verbund mit anderen Telefonseelsorgen. Seit den Anfängen arbeitet die Telefonseelsorge in Koblenz – sie nennt sich seit 2010 „TelefonSeelsorge Mittelrhein“ – rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche und dies von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt. Denn es gehört zu den Prinzipien der Telefonseelsorge, „im Verborgenen“ zu wirken.
Das Angebot der Telefonseelsorge ist anonym – für die Nutzer, die Anrufenden, wie für die Mitarbeitenden. Und niemand, der sein Ehrenamt bei der Telefonseelsorge ausübt, hängt dies „an die große Glocke“. Umso mehr ist es an der Zeit, aus Anlass des Jubiläums all den ehemaligen und den heute aktiven Frauen und Männern in der Telefonseelsorge Mittelrhein für ihren Einsatz zu danken, den sie nicht nur unentgeltlich, sondern auch oft ohne öffentliche Anerkennung leisteten und noch immer leisten.
Die TelefonSeelsorge Mittelrhein feiert ihr Jubiläum öffentlich in einem ökumenischen Gottesdienst mit anschließendem Festakt am Mittwoch, 16. November. Weitere Veranstaltungen sollen im Laufe des Jahres noch hinzu kommen, so werden die Mitarbeitenden der Telefonseelsorge unter anderem einen Pilgerweg für die Anliegen der Ratsuchenden gehen.
Wer die Arbeit der Telefonseelsorge Mittelrhein unterstützen möchte, kann spenden an den „Telefonseelsorge Mittelrhein e.V.“ unter der IBAN DE60 5705 0120 0002 0054 52 bei der Sparkasse Koblenz. Außerdem freut sich die Telefonseelsorge Mittelrhein über Frauen und Männer, die sich für den ehrenamtlichen Dienst am Telefon ausbilden lassen und mitarbeiten wollen.
Die Telefonseelsorge ist kostenfrei erreichbar unter:
