RHEIN-LAHN/LAHNSTEIN. (11.Dezember) Am Sonntag, 13. Dezember wird um 14.30 Uhr in der Friedhofskapelle Oberlahnstein in einem Gottesdienst aller sehr früh verstorbener Kinder aus dem Rhein-Lahn-Kreis gedacht, die etwa durch Fehl-, Tot- oder bei Frühgeburten ums Leben kamen. Anschließend werden die sterblichen Überreste von solchen Fällen im St. Elisabeth-Krankenhaus am Kindergrabmal auf dem Friedhof beigesetzt.
Weltweit erinnern Menschen unter dem Motto „World-Wide Candle Lighting" seit 1997 jedes Jahr am zweiten Sonntag im Dezember an verstorbene Kinder. Mit der ökumenischen Trauerfeier in Lahnstein, zu der die evangelische und katholische Krankenhausseelsorge, die katholische Kirchengemeinde St. Martin und der Verein „Frauenwürde“ gemeinsam einladen, soll Eltern die Möglichkeit der Trauer und des Abschiednehmens gegeben werden.
Das Kindergrabmal wurde eigens hergerichtet, um einen Ort zu schaffen, an dem betroffene Angehörige trauern können. Denn stirbt ein werdendes Leben während der Schwangerschaft oder kurz nach der Geburt, so ist es bei einem Gewicht von unter 500 Gramm nicht bestattungspflichtig. In diesem Fall ist es für die betroffenen Angehörigen meist besonders schwer zu trauern. Der Trauer soll das Kindergrabmal auf dem Oberlahnsteiner Friedhof Raum geben, der Gottesdienst einen würdigen Rahmen des Abschiednehmens schaffen.
Der Gedenkstein mit der strahlenden Sonne wurde eigens für diesen Zweck von der Steinmetz-Firma Rösner entworfen und gestiftet. Im Sommer 2006 wurde das Kindergrabmal eingeweiht. Zur Trauerfeier sind alle Eltern, Angehörigen und Freunde eingeladen, die den zu frühen Verlust eines werdenden Lebens erfahren haben. Fragen zur Trauerbegleitung von Betroffenen früh verstorbener Kinder beantwortet Pfarrerin Gisela Schmidt, Telefon 02603/5049070. (bcm)
