Kirchengemeinden stehen während Corona-Pandemie Buchungssysteme per Internet zur Verfügung

BAD EMS/RHEIN-LAHN. (7. Dezember 2020) Wer einen Gottesdienst besucht, muss sich derzeit mit Name, Anschrift und Telefonnummer registrieren, um etwaige Infektionsketten nachverfolgen zu können. Das führt hie und da zu Verzögerung am Eingang. Ein leicht zu bedienendes Buchungssystem kann jetzt Abhilfe schaffen und vor allem an den bevorstehenden Weihnachtsfeiertagen dafür sorgen, dass es schneller geht und nicht mehr Gäste kommen als Platz zur Verfügung steht.
Mit dem Buchungsprogramm „Church Events“ arbeitet jetzt etwa die evangelische Kirchengemeinde Bad Ems. „Nicht zuletzt im Blick auf den Andrang bei den Weihnachtsgottesdiensten hat sich der Kirchenvorstand für ein neues Anmeldeverfahren entschieden“, sagt Gemeindepfarrerin Lieve Van den Ameele. Die Grundgebühr für das Buchungssystem übernimmt bis Januar die Evangelische Landeskirche in Hessen und Nassau. Rein theoretisch könnte dort sogar ein Saalplan hinterlegt werden, wie das für Reservierungen für Theater und Konzerthäuser etwa üblich ist. Den meisten Kirchengemeinden reicht allerdings aus, ins System die maximale Platzzahl einzutragen.
Und wer keinen Zugang zum Internet besitzt? „Diejenigen kontaktieren das Gemeindebüro“, erklärt Van den Ameele. Die Reservierung sei in der Regel zwei Wochen im Voraus möglich und müsse am jeweils vorausgehenden Büro-Arbeitstag (Montag bis Freitag) bis 12 Uhr eingegangen sein. Wer nur den Anrufbeantworter erwischt, kann seine Daten (Name, Anschrift, Telefonnummer) auch aufs Band sprechen. Spontane Besuche seien auch weiterhin möglich, falls es noch freie Plätze gibt; mit Wartezeiten sei dann aber zu rechnen.
Den Kirchengemeinden innerhalb der EKHN steht noch ein zweites Reservierungssystem zur Verfügung, das unter dem EKHN-Portal zu finden ist. (bcm)
Zu den Fotos:
Die Zahl von Gottesdienstbesuchern ist begrenzt, um eine Ausbreitung des Corona-Virus zu verhindern. Über Online-Reservierungssysteme, wie es jetzt in Bad Ems zum Einsatz kommt, können Warteschlangen am Eingang vermieden werden. Foto: Matern
