FLACHT/RHEIN-LAHN. (25.März) Einen feierlichen Gottesdienst und Empfang hat die evangelische Kirchengemeinde Flacht ihrer neuen Gemeindepfarrerin Esther Reininghaus-Cremers zu deren Einführung und Ordination bereitet. In der voll besetzten Kirche sendete und segnet Propst Dr. Sigurd Rink die Pfarrvikarin für ihren Dienst. „Es bedeutet mir viel, heute hier zustehen. Das ist wie ein Doppelpunkt. Jetzt geht’s los“, sagte Reininghaus-Cremers in ihrer Predigt.
Viel Wissen habe sie sich bereits angeeignet, aber das reiche nicht aus, wenn sie nicht mit dem rede, um den es geht, Jesus. „Gott hat keine Enkel, nur Kinder“, so die Theologin, die ihren Dienst bereits am 1. Januar in der Kirchengemeinde Flacht antrat, zu der auch die Orte Niederneisen und Holzheim gehören. Der Glaube könne nicht wie ein Schmuckstück vererbt werden. Vielmehr bedürfe es des ständigen Gesprächs und Fragens. „Nur so lernt man Menschen und auch Gott kennen."
"Als Gemeinde sind wir gemeinsam unterwegs mit der gleichen Richtung", wünschte sich Reininghaus-Cremers ein gemeinsames Zugehen auf Jesus, Gespräche, Fragen und Antworten.
An ein Hobby der neuen Pfarrvikarin, die Archäologie, erinnerte Propst Dr. Sigurd Rink in seiner Ordinationsansprache. Auch in der Kirchengemeinde könne man manchen Schatz entdecken, Menschen, die am Aufbau der Gemeinde mitwirken möchten, bauliche Schätze sowie Schätze des Glaubens. Von den vielen Vorzügen, die sie für das Amt der Pfarrerin mitbringe, sei ihr Engagement für Kinder besonders wichtig. „Denn wir wissen nur zu gut, dass die gemeinsame Sache nur gelingen kann, wenn wir Kinder und Jugendliche mit auf den Weg nehmen.
Besondere Willkommenswünsche gab es nach der Ordination und Einführung von Dekan Hans-Otto Rether, der Reininghaus-Cremers im Kreise der Pfarrerschaft begrüßte und ein Perikopenbuch überreichte. Gleichzeitig dankte Rether Pfarrvikarin Melanie Schneider für ihren Vertretungsdienst während der Vakanz. Der Präses der Dekanatssynode, Dr. Dieter Bandell, erinnerte an die offenen Arme, mit der die Theologin empfangen wurde, sowie an die hohen Erwartungen: mit der Gemeinde Freud und Leid zu teilen und „mitschwingen“ zu können. „Wenn alle ein Recht auf Dich haben, sei auch Du selbst ein Mensch, der ein Recht auf sich hat“, zitierte er Bernhard von Clairvaux.
Für einen festlich-musikalischen Rahmen sorgten neben Organistin Elvira Ivanchov der Singkreis Flacht-Niederneisen unter Leitung Bettina Scholls sowie Deborah und Peter Menger mit einem Vortrag.
Groß war die Zahl an Gratulanten, die der stellvertretende Voristzende des Kirchenvorstands und Flachter Ortsbürgermeister Adolf Ohl anschließend in der Ardeckhalle Holzheim begrüßen konnte. Viele Gäste, unter ihnen die Landtagsabgeordneten Frank Puchtler (SPD) und Matthias Lammert (CDU), die Ortsbürgermeister Karl-Werner Jüngst (Niederneisen) und Werner Dittmar (Holzheim) sowie Beigeordneter Michael Schnatz und Volker Satony für die Verbandsgemeinden Diez und Hahnstätten grüßten die neue Gemeindepfarrerin und boten ihre Unterstützung an.
Auch aus Remscheid-Hasten, der Vikariatsgemeinde der Theologin, meldeten sich Gäste zu Wort. Der Kirchenvorstand hatte nicht nur für eine vortreffliche Einführungsfeier gesorgt; Udo Bühler überreichte auch ein Willkommenspräsent. Für einen musikalischen Gruß sorgten die Kinder und Erzieherinnen der Kindertagesstätten Flacht/Holzheim und Niederneisen, in deren Gruppe sich Reininghaus-Cremers selbst singend bei dem Lied „Gottes guter Segen sei mit euch“ einreihte. Bernd-Christoph Matern
