Pfarrkonvent blickt hinter Kulissen des Globus in Lahnstein

thumb_1a-globus20150909_162032LAHNSTEIN/RHEIN-LAHN. (29. Oktober 2015) Hinter die Kulissen einer der größten Arbeitgeber in der Region schauten jetzt Pfarrerinnen und Pfarrer des evangelischen Dekanats Nassau. Der Globus in Lahnstein war Ziel der Theologen, die dort nicht nur die umfangreiche Produktvermarktung von Lebensmitteln bestaunten, sondern sich auch über Arbeitsbedingungen, Ausbildungsengagement und soziale Projekte des Marktes mit seinen 450 Arbeitsplätzen informierten.

"Für uns war es wichtig, einmal einen Ort zu besuchen, an dem täglich so viele Menschen Einkaufen gehen und sich treffen“, sagte Pfarrer Metzmacher, der die Begegnung organisiert hatte. Hohes Interesse fand bei den Theologen, dass das Unternehmen flexible Schichtarbeitsplätze anbietet und sich stark für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie engagiert, wie ein entsprechendes Zertifikat ausweist. So werde Rücksicht auf die Situation von Eltern und die Betreuungszeiten von deren Kindern genommen sowie zunehmend auch auf Belange von Angestellten, die Angehörige pflegen.

Die Arbeitszufriedenheit der Beschäftigten zeige sich in einer hohen Identifikation mit dem Unternehmen, der Nutzung flexibler Arbeitszeitmodelle und einer geringen Fluktuation in der Mitarbeiterschaft, erklärte Petra Orth, Leiterin der Personalentwicklung. Sie berichtete dem Pfarrkonvent auch über die Ausbildungssituation. 19 junge Menschen erlernen im Globus derzeit einen Beruf; dazu gehören neben Einzelhandelskaufleuten auch Bäcker, Metzger und andere Fachberufe.

Rosa Ledwinka führte die Gruppe durch die Abteilungen, die Fachmetzgerei, die Meisterbäckerei, eine Käse- und eine Fischabteilung, das Obst- und Gemüseangebot und zur Sushibar. Überrascht waren die Theologen während ihres Rundgangs durch den Markt, wie viele Produkte dort selbst hergestellt werden. So fertigt die moderne Fachmetzgerei von den angelieferten Schweine- und Rinderhälften zahlreiche Fleisch- und Wurstwaren selbst und backt in der Meisterbäckerei täglich zigtausend Brötchen. Außerdem erfuhr die Gruppe, dass der Markt auch die Lahnsteiner Tafel täglich beliefert und dass das in Familienbesitz befindliche Unternehmen eine eigene Stiftung gegründet hat, die die Ausbildung junger Menschen im In- und Ausland unterstützt.

Nicht nur das Ausbildungsengagement beeindruckte die Gäste. „Zu hören, dass ein großer Arbeitgeber auch soziale Projekte im Blick hat und Engagement und Geld dafür investiert, hat uns natürlich besonders gefreut“, so Matthias Metzmacher. Nicht zuletzt habe manchen theologischen Kollegen, der zum ersten Mal in Lahnstein war, die Tatsache überrascht, dass der Einkaufsmarkt mit seinem Restaurant und Café für viele Menschen auch eine beliebte Begegnungsstätte darstellt. Bernd-Christoph Matern

 

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