Reformation 2015 mit Spektakel, Ökumene und starken Bildern

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Einen andern Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.

1. Korinther 3, Vers 11  

 

RHEIN-LAHN. (31. Oktober 2015) Ein ökumenischer Prediger, ein mittelalterliches Spektakulum sowie Denkanstöße zur Macht von Bildern und Bibel – so wird in diesem Jahr in den Kirchengemeinden und den drei evangelischen Rhein-Lahn-Dekanate Diez, Nassau und St. Goarshausen am Abend des 31. Oktobers das Reformationsfest gefeiert. Zwei Jahre vor dem großen Reformationsjubiläum, wenn sich Luthers Thesenanschlag in Wittenberg zum 500. Mal jährt, zeigen die protestantischen Programmmacher viel Fantasie, mit dem sie ihren Feiertag begehen.

Der 500. Geburtstag des Lucas Cranach ist für die Diezer Kirchengemeinden ein Anlass unter dem Motto „Bild und Bibel“ auf die Kunst der Reformationszeit und ihre Wirkung aufmerksam zu machen. In diesem Jahr geht es um die Aussagekraft der Bilder. Gerade die Malwerkstatt der Cranachschule stellte ihre Arbeit in den Dienst der Reformation und trug dazu bei, die reformatorischen Gedanken populär zu machen. Um Bilder soll es an diesem Abend für kleine und große Leute in der Jakobuskirche Diez-Freiendiez gehen. Um 18 Uhr haben die Kinder ihren Programmpunkt am Reformationsabend: dann werden die Gewinner des Malwettbewerbs zu Geschichten aus der Bibel ermittelt und einige Bilder vorgestellt.

Um 19 Uhr geht es weiter mit dem Abend für die „Großen“. Mit Pfarrer David Schnell von der Stadtkirchenarbeit am Museumsufer in Frankfurt referiert ein kompetenter Referent zum Themenjahr „Bild und Bibel“. Ab 20 Uhr ist dann Gelegenheit, sich bei Knabbereien und Getränken über das Referat und das Jahresthema auszutauschen. Um 21.30 Uhr beschließt eine Taizéandacht den Reformationsabend.

Im Dekanat St. Goarshausen steht beim Dekanatsgottesdienst in Nastätten um 19 Uhr die Ökumene im Mittelpunkt. Mehr Informationen hier .

Das Dekanat Nassau feiert die Reformation mit einem mittelalterlichen Spektakel ab 18 Uhr in Bad Ems. Mehr Informationen hier .

Neue Website startet

thumb_1rj_logo_final_farbig_cmykDie Reformation hat in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau ein neues zuhause. Rechtzeitig zum Reformationstag am 31. Oktober geht heute eine Internet-Seite online, mit der die EKHN für 500 Jahre Reformation im Jahr 2017 wirbt: Gott-neu-entdecken.de . Der Name ist Programm: Das Angebot will Lust machen, sich auf die Gedanken der Reformation neu einzulassen und Interessierte online mit aktuellen Informationen zum großen Jubiläum in zwei Jahren versorgen. Es bietet unter anderem Tipps für Termine und gibt Hinweise auf Fördermöglichkeiten von eigenen Veranstaltungen.

Dazu gehört auch ein besonderes Aktions-Logo. „Gott neu entdecken. Reformation seit 1517“: So lautet die Wort-Bildmarke, unter der die EKHN ihre Aktivitäten rund um das Reformationsjubiläum stellt. Im Kern steht ein lila Signet mit einer Lupe. Diese besondere Optik ist aus der Computerwelt als Zeichen für die Suche im Internet bekannt. Im neuen Logo wird die Lupe dabei durch den Buchstaben „O“ im Wort „Gott“ gebildet. Dies soll darauf hinweisen, dass Gott gesucht und auch immer wieder neu entdeckt werden kann.

Einer der Kerngedanken der Reformation, bei der der Reformator Martin Luther nach einem Gott suchte, der den Menschen zugewandt ist, wird so zeitgemäß ins 21. Jahrhundert transportiert.

Um das Jubiläumsjahr 2017 und viele Veranstaltungen auf dem Weg dorthin zu planen, zu begleiten und zu fördern, wurde auch ein spezielles Projektbüro in der EKHN eingerichtet. Es bereitet beispielsweise die zentralen Gedenkveranstaltungen der EKHN vor und verwaltet Projektmittel für die Feiern vor Ort in Gemeinden, Dekanaten und selbstständigen Einrichtungen in der EKHN. Das Projektbüro entwickelt außerdem Impulse und praktische Hilfen für den 31. Oktober 2017. Es berät Interessierte auch bei der Vorbereitung und Durchführung von eigenen Projekten und Veranstaltungen. Zudem informiert es über gesamtkirchliche Planungen und steht Gemeinden, Dekanaten und Einrichtungen beispielsweise für Vorträge und Gottesdienste zur Verfügung.

Zum Foto (links oben):

Johann Walter (1496 – 1570) war Kantor und Herausgeber des ersten evangelischen Kirchengesangbuchs. Von ihm stammt das Lied „Allein auf Gottes Wort will ich mein Grund und Glauben bauen“. 

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